Nico Hülkenberg kann am WEC-Rennen in Spa teilnehmen

Emmerich..  Die FIA hat Korea ausgebremst. Der Automobilweltverband stellte gestern eine neue Version des Formel 1-Terminplans ins Netz, aus dem hervorgeht, dass der Große Preis in dem asiatischen Land nun endgültig nicht stattfinden wird. Nachdem in der ersten Version des Rahmenterminplans Korea gar nicht vorkam, war zwischenzeitlich der 3. Mai als Renntermin angegeben worden. Durch den nun endgültigen Wegfall des Südkorea-Rennens wird die WM in diesem Jahr in 20 Grand Prix entschieden.

Die Strecke in Yeongam war sowohl bei Fahrern als auch Fans gleichermaßen unbeliebt. Aber besonders Nico Hülkenberg dürfte sich freuen. Denn nun steht seiner ursprünglichen Zeitplanung in seinem „Nebenjob“ nichts mehr im Wege. Denn am 3. Mai findet in Spa-Francorchamps ein Lauf zur Langstrecken-Weltmeisterschaft (FIA World Endurance Championship) statt. Der Emmericher möchte den WEC-Lauf als Test für die 24 Stunden von Le Mans nutzen und wird an diesem Tag das erste Mal unter Wettkampfbedingungen in einem LMP1-Prototypen von Porsche sitzen.

Apropos Spa-Francorchamps. Ebenfalls gestern wurde bekannt, dass der Klassiker in den Ardennen mindestens bis 2018 der Formel 1 erhalten bleibt. Nach Informationen der belgischen Zeitung La Libre hat der Wirtschaftsminister der Wallonie, wo der geschichtsträchtige Kurs liegt, eine Verlängerung des Vertrags autorisiert. Für Hülkenberg hat Spa eine ganz besondere Bedeutung. Verfolgte er dort doch als Kind mit seinem Vater Klaus Dieter das erste Mal in seinem Leben ein Formel 1 Grand Prix als Zuschauer live an der Rennstrecke.

Während sich der 27-Jährige in diesem Jahr auf die Fahrweise eines Prototypens umstellen muss, sollte es in der Formel 1 keine gravierenden Unterschiede geben. Anders als vor zwölf Monaten, als die 1,6 Liter V6-Turbo-Hybrid-Aggregate die bis dahin gebräuchlichen 2,4 Liter V8 Saugmotoren ablösten.

„Es ist ein wenig herausfordernd“, erklärt der Force India-Pilot im Interview mit der britischen Motorsportbibel Autosport. So hätten die Wagen der neuen Motorengeneration deutlich weniger Abtrieb. Wegen der Benzinmengenbeschränkung in den Rennen hätten viele Teams auf Abtrieb zugunsten des Luftwiderstands verzichtet. „Mit dem Abtrieb konnte man relativ leicht ans Limit gehen und es gab einen Sicherheitsspielraum. Wenn man übertrieben hat, wurde man trotzdem gerettet. Wenn man das Auto jetzt ein bisschen überfährt, kann man sehr schnell die gesamte Runde wegwerfen, obwohl es vielleicht nur daran liegt, dass das Auto sehr spitz zu fahren war.“

Auch wenn die Turbo-Motoren grundsätzlich gut seien, da sie das fahrerische Können fordern, nennt Hülkenberg auch einen Kritikpunkt, mit dem er vielen Formel 1-Fans weltweit aus dem Herzen spricht: „Was ich persönlich vermisse, ist der Lärm und der Sound“.