„Nicht zu Ende gedachte Lösung“
20.02.2012 | 16:35 Uhr 2012-02-20T16:35:00+0100
Kreis Kleve. Zusammenlegung der Fußballkreise Kleve-Geldern und Moers: Am 5. März stimmen die Verantwortlichen im Kreis Kleve-Geldern über die umstrittene Strukturreform ab.
Vor wenigen Tagen flatterte den Fußballvereinen im Kreis Kleve-Geldern eine Einladung ins elektronische Postfach. Für den 5. März sind sie zu einem außerordentlichen Kreistag nach Kellen eingeladen worden. Thema ist dann die vom Niederrhein-Verband angedachte und viel diskutierte Strukturreform (die NRZ berichtete).
Der Kreisvorstand wird den Vereinen dann noch einmal die Pläne, die eine Reduzierung der aktuell 14 auf letztlich nur noch acht Kreise vorsehen, vorstellen. „Natürlich werden wir dazu auch unsere Einschätzung abgeben“, stellt Richard Peters klar.
Verbandstag am 28. April
Die Haltung des Kreisgeschäftsführers und seiner Vorstandskollegen ist dabei eindeutig: Für den Kreis Kleve-Geldern kommt eine Reform, die die Zusammenlegung von Kleve-Geldern und Moers vorsieht, nicht infrage. Am 5. März sollen auch die Vereine darüber abstimmen, ob sie für oder gegen die Pläne sind.
Peters erklärt: „Diese Meinung werden wir auch beim Verbandstag vertreten.“ Dieser steigt am 28. April. 16 Delegierte aus dem Kreis Kleve-Geldern können ihre Stimme abgeben, 215 sind es im gesamten Verbandsgebiet. Da bisher auch die Kreise Rees-Bocholt, Solingen und Duisburg/Mülheim/Dinslaken den Vorschlag ablehnen wollen, stellen die Reform-Gegner insgesamt 57 Delegierte. Stimmen alle dagegen, würden sie die für die Durchsetzung der Strukturpläne erforderliche Dreiviertel-Mehrheit verhindern.
Zunächst kommt es aber auf die Meinung der Vereinsvertreter im Kreis Kleve-Geldern an. Und die haben ihre Ablehnung gegenüber der Pläne längst nicht abgelegt.
Unzumutbare Änderungen
„Es ist nachvollziehbar, dass es Veränderungen gibt. So sind sie aber unzumutbar“, sagt Eduard Großkämper, Vorsitzender bei der SGE Bedburg-Hau. „Ich halte die Pläne für eine nicht zu Ende gedachte Lösung und kann mir nicht vorstellen, dass die hiesigen Vereine das akzeptieren.“
Auch Jochen van Heek ist mit dem Vorschlag nicht einverstanden. Der Obmann beim SV Nütterden verweist auf die langen Fahrten, die die Senioren schon jetzt teilweise in der Kreisliga A auf sich nehmen müssen. Und darauf, dass die Reform die Touren noch vergrößern würden: „Wir würden im Außenbereich des neuen Kreises liegen und müssten häufig mehr als 50 Kilometer fahren. Das geht über die Schmerzgrenze hinaus. Ich befürchte, dass sich dafür gerade im Jugendbereich kaum noch jemand begeistern lässt.“
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