Neuss war eine Nummer zu groß

Uedem..  Im Spitzenspiel beim Tabellendritten Hau untermauerte der weiter unbesiegte Ligaprimus Neuss mit einen Zu-Null-Sieg seine Ausnahmestellung in der Verbandsliga. Anerkennend hielt Haus Spielertrainer Tobias Moerkerk nach dem nicht zu realisierenden Versuch, dem Spitzenreiter wenigstens einen Satz abnehmen zu wollen, fest: „Vom Leistungsvermögen her ist die DJK einfach zu stark für unsere Liga!“

Beeindruckende Konstanz

Im Gegensatz zu den von einigem Auf und Ab gekennzeichneten Aktionen der Hausherren spulten die Gäste mit beeindruckender Konstanz ihr Spiel ab. Neuss stand im Block und in der Feldabwehr sehr sicher. Der klug inszenierte Aufbau und die schnell und variabel vorgetragenen Angriffszüge liefen mit uhrwerksartiger Präzision ab. In allen Sätzen war Herausforderer Hau frühzeitig in der Defensive und alsbald auch mit drei oder vier Punkten im Hintertreffen.

Die nicht zu übersehenden Qualitätsunterschiede beider Angriffsreihen trugen maßgeblich zu diesem Szenario bei. Ligaprimus Neuss punktete meist beim ersten Anlauf, spätestens dann im zweiten. Ungleich mehr Anläufe, um Punktgewinne zu erzielen, brauchte Herausforderer Hau, in dessen Reihen Diagonalangreifer Stephan Reinders effektivster Punktesammler war. „Heute hätten wir zwei Angreifer mit seiner Quote haben müssen, dann wäre eventuell ein etwas anderes Ergebnis möglich geworden.“ Das Lob von Haus Spielertrainer Moerkerk für Reinders beinhaltete dabei gleichermaßen Kritik am fehlenden Durchsetzungsvermögen der übrigen Angreifer in Team des Gastgebers.

Nicht von ungefähr gelang es deshalb Herausforderer Hau nur im dritten Satz des Spitzenspiels die Zwanzig-Punkte-Marke zu überwinden und Neuss bei 23:24 kurz in Zugzwang zu bringen. Neuss nahm eine Auszeit und punktete danach zum 25:23 und 3:0.

SV Bedburg-Hau: N. Groß, Reinders, Bours, Willing, Moerkerk, Herzberg, Reetz, E. Groß, Holtermann, Wilke.