Moral trägt den TV Issum zum Sieg

Issum..  Der kämpferische Erfolg von Issums Handballern in Rhede hat einen faden Beigeschmack: Die Mannschaft war nur mit elf Spielern angetreten, dann fiel Mitte der ersten Halbzeit auch noch Marc Höhner mit einer Fußverletzung aus. „Wir vermuten einen Bänderriss“, sagte Trainer Werner Konrads. Das würde einen weiteren längeren Ausfall bedeuten, der sich zu Patrick Zwart, Niklas Kluge, Manuel Kaub und Co. dazugesellen würde. Da kann sich das Team glücklich schätzen, dass Homberg-Rückkehrer Andreas van Stephaudt in seinem ersten Einsatz gleich eine vielversprechende Leistung ablieferte und Lücken im Kader füllen konnte.

Die Begegnung begann zäh. Beide Seiten produzierten zahlreiche Fehler und benötigten fünf Minuten bis zum ersten Tor. Issum geriet in Rückstand, kam mit der 6:0-Deckung der Gastgeber nicht zurecht. „Wir haben es in der ersten Hälfte nicht geschafft, den kämpferisch starken Rhedern etwas entgegen zu setzen“, analysierte Konrads. „Das und die Probleme im Angriffe haben wir aber in der Halbzeitpause angesprochen.“ Völlig verwandelt kamen die Issumer aus der Kabine und setzten ihre Gegner gleich unter Druck. Gerade mal sechs Minuten dauerte es bis zum Ausgleich (16:16), kurz darauf gelang im offenen Schlagabtausch die Führung. Die Partie blieb temporeich und spannend, während jetzt Rhede dem Rückstand hinterher lief. Rund eineinhalb Minuten vor dem Schlusspfiff war Issum der Sieg nicht mehr zu nehmen.

„Wir haben eine hervorragende Moral bewiesen“, lobte Konrads. Der Sieg sei verdient, auch weil man trotz des Rückstands nicht aufgesteckt habe. „Es ist nur ärgerlich, dass sich unsere Personalsituation nicht verbessert. Ich bin aber sicher, dass wir auch das schaffen werden.“