Mewes warnt vor Essen

Was wir bereits wissen
Fußball-Oberliga: „Der Gegner ist im Aufwind“, argumentiert der Hö./Nie-Coach,der natürlich dennoch die drei Punkte zu Hause behalten möchte.

Kalkar. Noch sieben Begegnungen sind zu absolvieren, dann hat für den letztjährigen Oberligameister SV Hönnepel-Niedermörmter eine mittelprächtige Saison ihr Ende gefunden. Eine Woche nach dem 1:1-Unentschieden bei der U23 des SC Rot-Weiß Oberhausen erwarten die Schützlinge von Trainer Georg Mewes an der heimischen Düffelsmühle den ETB Schwarz-Weiß Essen, dem man am Hinspiel am altehrwürdigen Uhlenkrug mit 1:3 unterlegen war. Damals fing man sich zwei Gegentore - Bilal Abdallah (89.) und Shaien Farudonpur (90. +1) -in der Schlussphase ein. Blerton Balaj hatte die Essener in der ersten Minute in Führung geschossen, Marc Beckert kurz vor der Pause den Ausgleich erzielt.

Revanche ist also angesagt auf dem heimischen „bebenden Acker“ gegen einen Gegner, der sich mit einer kleinen Erfolgsserie von den Abstiegsplätzen entfernt hat und sich inzwischen auf eine weitere Oberliga-Saison einstellen kann. Die letzte Niederlage der Schwarz-Weißen datiert vom 15. März, als man daheim dem Tabellenführer Velbert mit 0:2 unterlegen war. In dieser Woche feierte die Mannschaft von Mircea Omisemiuc im Nachholspiel gegen den TV Jahn Hiesfeld einen 3:1-Erfolg und bewies dabei Moral.

Nach einem 0:1-Rückstand durch Gombarek war Abdallah zweimal erfolgreich, ehe Witt für die endgültige Entscheidung sorgte. Zudem gab es am letzten Sonntag ein 5:2 gegen den VfR Krefeld-Fischeln.

„Die haben in zwei Spielen acht Tore geschossen“, hat Hö.-Nie.-Trainer „Schorsch“ Mewes richtig gerechnet, „ jetzt scheint der Knoten bei denen vorne geplatzt zu sein.“ Allein Abdallah trug sich fünfmal in die Torschützenliste ein. Der Übungsleiter nahm den ETB allerdings am Mittwoch nicht unter die Lupe, sondern sah sich die westfälische Oberligapartie SV Zweckel gegen die Hammer Spielvereinigung an, um dort zwei Spieler zu beobachten. Ein weiterer Neuzugang steht fest.

Vom A-Kreisligisten VfR 08 Oberhausen kommt mit Vincent Aretz ein 21 Jahre junger Mann, der im linken Mittelfeld Verwendung finden kann. Bei den Neuverpflichtungen kann der SV Hö.-Nie. vor der neuen Spielzeit nicht mehr aus dem Vollen schöpfen.

Der Etat wurde deutlich heruntergeschraubt, so dass Mewes nun gezwungen ist, talentierte junge und hungrige Akteure aus unteren Klassen an die Düffelsmühle zu holen. „Das ist keine leichte Aufgabe, aber ich hoffe, auch im nächsten Jahr mit den verbleibenden gestandenen Leuten eine schlagkräftige Mannschaft stellen zu können“, ist der erfahrene Trainer durchaus optimistisch, auch in der neuen Spielzeit eine gute Rolle zu spielen. Erfreulich ist die Tatsache, dass Harun Can dem Verein ein weiteres Jahr erhalten bleibt.

Zurück zur sonntäglichen Aufgabe gegen Schwarz-Weiß Essen. Mewes will drei Zähler einfahren, um die ominöse 50-Punkte-Grenze zu knacken. Er hat, nicht nur wegen des Hinspielergebnisses, Respekt vor dem Gegner: „Die haben in zwei Spielen acht Tore geschossen, da müssen wir in der Abwehr sehr aufmerksam sein.“ Er ist zuversichtlich, die zuletzt angeschlagenen Marc Beckert und Marcel Seyfried wieder einsetzen zu können. Ein Fragezeichen steht hinter dem Mitwirken von Benjamin Schüssler, an einen Einsatz von Mike Wezendonk glaubt er nicht. „Wir wollen weiter Gas geben“, will Mewes keinen Schlendrian sehen.