Mewes-Truppe hält nur eine Stunde mit

Oberhausen..  Vier Tage nach dem Trainingsbeginn zur Vorbereitung auf die Rückrunde endete das erste Testspiel des Fußball-Oberligisten SV Hönnepel-Niedermörmter mit einem zu erwartenden Misserfolgserlebnis. Beim Regionalliga-Tabellenfünften Rot-Weiß Oberhausen verloren die Schützlinge von Trainer Georg Mewes, die kurzfristig auch noch auf Marc Beckert (Sehnenanriss im Training) verzichten mussten, mit 1:4 (1:1). Der Coach war dennoch nicht unzufrieden: „Eine Stunde lang haben wir gut mitgehalten. Dann aber haben bei uns die Kräfte nachgelassen. Die Niederlage ist ein wenig zu hoch ausgefallen.“

Tiefes Geläuf

Auf dem tiefen Rasengeläuf zeigten die Gäste vom „bebenden Acker“ keinen Respekt vor dem klassenhöheren Gegner, der vom Ex-Klever Andreas Zimmermann betreut wird. Die erste RWO-Chance hatte nach einer guten Viertelstunde Mittelfeldmotor Robert Fleßers, der im Anschluss an eine Ecke per Kopf den Querbalken traf.

Den ersten Treffer erzielte dann aber vor rund 300 Zuschauern der SV. Nach 25 Minuten nahm Yusuf Allouche von der Strafraumgrenze Maß und ließ Patrick Nettekoven mit seinem Schuss keine Chance. Die Freude über die überraschende Führung währte aber nur zwei Minuten.

Dann gab es nach einer Attacke an Patrick Bauder Strafstoß, den der Gefoulte selbst zum 1:1-Ausgleich nutzte. Kurz vor der Halbzeit hatte Hö.-Nie. Glück, dass Raphael Steinmetz und Fleßers in Bruchteilen von Sekunden den Pfosten trafen. Zuvor hatten auf der Gegenseite Dennis Terwiel und Andre Trienenjost zwei Chancen liegen gelassen.

Nach der Pause lief eine fast komplette neue Mannschaft für die „Kleeblätter“ auf das Spielfeld. Nur noch Nettekoven und Bauder blieben im Team. In den zweiten 45 Minuten ging es dann aber fast ausschließlich in die Richtung des Gästetores. In Minute 57 war es Boran Sezen, Oberhausener Eigengewächs und Akteur der U23, der zum 2:1 traf. Mit einem präzisen Flachschuss ins lange Eck ließ er Weichelt keine Chance.

Als Georg Mewes die Routiniers Heinrich Losing und Christian Mikolajczak vom Feld nahm, stand eine ganz junge Hö.-Nie.-Truppe auf dem Rasen.

Zehn Minuten vor dem Ende schoss Philipp Goris aus zentraler Position zum entscheidenden 3:1 ein. Kurz vor dem Ende setzte Goris Sezen in Szene, der den 4:1-Endstand besorgte.

SV Hönnepel-Niedermörmter:
Weichelt, Seyfried, Dragovic, Losing (60. Kocaoglu), Wezendonk (46. Heppke), Mikolajczak (60. Cengiz), Boldt, Terwiel, (46. Seidel), Barra, Trienenjost, Alloche.