Maximaler Motivationsschub für den Alltag

Schnappschüsse mit einem frischgebackenen Le Mans-Sieger sind besonders begehrt.
Schnappschüsse mit einem frischgebackenen Le Mans-Sieger sind besonders begehrt.
Foto: Sahara Force India NRZ

Emmerich..  Für Nico Hülkenberg war das vergangene Wochenende ein echter Befreiungsschlag. Endlich konnte der Emmericher mit dem Triumph bei den 24 Stunden von Le Mans den Beweis erbringen, dass er doch ein Siegfahrer ist. „Ich denke, das ist der größte Erfolg in meiner Rennkarriere“, meinte der Emmericher dann auch nach dem sensationellen Sportwagen-Ausflug und optimaler Werbung in eigener Sache.

Lob von allen Seiten

Lange hatte der Emmericher auf die längst verdiente Champagnerdusche warten müssen, ein Podestplatz oder gar ein Grand Prix-Erfolg in der Formel 1 sind dem 27-Jährigen bislang versagt geblieben. Da er in der Königsklasse noch bei keinem Topteam unter Vertrag stand, musste er in den vergangenen Jahren stets versuchen, aus unterlegenem Material das Bestmögliche herauszuholen. So aktuell auch bei Force India, das bekanntlich in argen Finanznöten steckt. Dabei hält selbst ein Mann wie der spanische Doppel-Weltmeister Fernando Alonso momentan Nico Hülkenberg – neben Lewis Hamilton und Daniel Ricciardo – für einen der drei Topfahrer in der Formel 1.

Auch Porsche-Vorstandschef Matthias Müller war nach den 24 Stunden voll des Lobes über Hülkenberg. Zwar umfasste der Vertrag der Zuffenhausener mit dem Formel 1-Piloten nur zwei Rennen, neben Le Mans den „Test“ zuvor bei den 6 Stunden von Spa, doch aus Porsche-Kreisen hört man bereits, dass der Emmericher auch zu einem Einsatz bei der WEC-Premiere auf dem Nürburgring Ende August bewegt werden soll. Und Hülkenberg scheint generell nicht abgeneigt zu sein.

„Die 24 Stunden sind eines der großen Spektakel des Motorsports. Nicos Leistung hat sein großes Talent gezeigt und uns alle bei Force India sehr stolz gemacht“, war auch Force-India-Teamchef Vijay Mallya vom Ausflug seines Schützlings begeistert, den er auch selbst vor Ort an der Rennstrecke in Le Mans erlebte. „Ich hoffe, dass dieser Erfolg für ihn ein Motivationsschub war und in einer weiteren starken Leistung in Österreich münden wird.“

Denn nach seinem Porsche-Highlight geht es nun schon morgen in seinem Hauptjob weiter. Dann wird der Emmericher wieder in einem Formel 1-Wagen sitzen, beim Training zum Großen Preis von Österreich, der am Sonntag auf dem Red Bull Ring ausgefahren wird.

Hülkenberg blickt dann auch aufgrund des zuletzt gezeigten Aufwärtstrends in der Königsklasse mit dem achten Platz in Montreal optimistisch in Richtung Spielberg, obwohl er weiterhin auf das sehnsüchtig erwartete Upgrade für den VJM 08 warten muss. „Ich habe mich in Kanada im Auto wohlgefühlt und alles hat gepasst. In Österreich sollten wir erneut die Chance auf ein gutes Ergebnis haben“, sagt der 27-Jährige, der vor allem die tolle Lage der Strecke in den Bergen und die entspannte Atmosphäre dort mag. „Ich erwarte auch, dass wieder viele Fans aus Deutschland kommen werden“.