Materborner D-Junioren feiern das „Double“

Die D-Junioren von der Materborner Allee holten sich nach der Meisterschaft nun auch noch den Prima-Giro-Cup.
Die D-Junioren von der Materborner Allee holten sich nach der Meisterschaft nun auch noch den Prima-Giro-Cup.
Foto: Ostermann

Kreis Kleve..  Nachdem am vergangenen Mittwoch bereits die A-, B- und C-Junioren im Kreispokal-Endspiel gegen den Ball traten, gingen drei Tage später nun auch die letzten Finalpartien im diesjährigen Prima-Giro-Cup, der vom Fußballkreis Kleve-Geldern und der Volksbank an der Niers ausgerichtet wird, über die Bühne. Die D-Junioren sowie die B-, C- und B-Juniorinnen boten dabei spannende und teilweise auch torreiche Spiele.

Siegfried Materborn -
Viktoria Goch 3:0 (1:0)

Eine selbstgebastelte schwarz-gelbe Fahne schwenkten die Materborner D-Junioren nach ihrem verdienten Pokalsieg. „Jetzt sind wir Double-Sieger“, freuten sich ihre zahlreichen Betreuer am Spielfeldrand, während sich die Gocher gegenseitig trösteten. „Ist ja nur Fußball“, sagte einer in Richtung seiner Mitspieler. „Sie versuchen sich ihre Enttäuschung ein wenig wegzureden“, beurteilte Viktoria-Trainer Roger Geerissen.

Die Gocher Niederlage war jedoch recht deutlich. Eine Stunde lang war es eine einseitige Partie, die von Materborn dominiert wurde. Schon nach zwölf Minuten führten sie durch Leon Kaus mit 1:0. Bis zur Pause ließ Siegfried unter strömenden Regen weitere Torchancen ungenutzt. In den Kabinen mussten sich die bis dato in lila gekleideten, aber völlig durchnässten Materborner umziehen und die zweite Hälfte in Gelb bestreiten.

In ihrer Vereinsfarben traten sie noch dominanter auf. Kaus (40.) und Maurice Mooren (55.) besorgten den 3:0-Endstand. Für Siegfried-Trainer Peter Fehlemann völlig verdient. „Wir hatten die Torchancen und viel mehr Spielanteile“, begründete er. Geerissen zählte zwar auch zwei kleinere Möglichkeiten seines Teams auf, sah in Materborn aber auch den verdienten Sieger. „Nur das Ergebnis war vielleicht etwas zu hoch“, befand er. Die Materborner bekamen ihr Lachen dagegen nicht mehr aus dem Gesicht, wenngleich bei der Pokalübergabe nicht alles optimal lief. Als Kapitän Magnus Ernst den Pokal zum Feiern hochhielt, fiel prompt der Deckel heraus. Seine Kameraden nahmen es mit Humor und lachten.

Union Wetten -
Kevelaerer SV 0:2 n.V. (0:0)

Im Kevelaerer Stadtderby schenkten sich beide Teams nichts. Zwar hatte Wetten in den restlichen Minuten der Partie ein leichtes Chancenplus, trotzdem ging es mit einem torlosen Spielstand in die Verlängerung. Dort kämpften die Spielerinnen des Kevelaerer SV etwas mehr und übernahmen das Geschehen. Zu Beginn der Verlängerung vergaben sie die erste Möglichkeit. Nach vier gespielten Minuten in der Verlängerung gab es dann aber doch das erste KSV-Tor. Nur drei Minuten später, schon im zweiten Teil der zusätzlichen Spielzeit, prüfte Isabel Janiszewski die Wettener Torhüterin Maja Lörcks. Den Abpraller nutzte Maree Derricks zum letztlich verdienten 2:0-Endstand. „Wir hatten das Glück, in Führung zu gehen. Aber es standen sich zwei gleichwertige Mannschaften gegenüber“, sagte Siegfried Klenner, Trainer des KSV. Die Wettener freuten sich nach Spielschluss trotz der Niederlage über ein schönes Pokalspiel.

Siegfried Materborn -
Kevelaerer SV 0:7 (0:3)

Weinend nahmen die Materbornerinnen nach der deutlichen Niederlage ihre Silbermedaille für den zweiten Platz entgegen. Die große Enttäuschung über die Niederlage war ihnen damit ins Gesicht geschrieben. „Der Sieg von Kevelaer war aber verdient, wenn auch vielleicht zwei oder drei Tore zu hoch“, sagte Materborns Coach Helmut Jaspers. Durch Fehler in der Abwehr verloren sie die Partie jedoch schon in der ersten Halbzeit. Die Materborner bekamen in dieser keinen wirklichen Bezug zum Spiel. Die Kevelaerer, allen voran Antonia Verheyen (10., 65.), die eine Paris-Fahrt für das Endspiel absagte, Fides Buhl (13., 52.), Sina Peters (60.) und Marei Henrike Schmidtmann (69.) nutzten die gegnerischen Fehler über die gesamten 70 Minuten konsequent aus. Ellen Huismann steuerte nach 20 Minuten zudem ein Eigentor bei, so dass der spätere Sieger des Spiels schon früh feststand.

Trotzdem schenkten die Schwarz-Gelben die Partie nicht gänzlich ab. Sie versuchten bis zum Schluss, angespornt von Zurufen des eigenen Betreuerstabs und der mitgereisten Eltern, im Rahmen ihrer Möglichkeiten nach vorne zu spielen, was sogar die eine oder andere Torchance zur Folge hatte. Die Kevelaerer Torhüterin Jule Bousart oder das Aluminium verhinderten jedoch den verdienten Ehrentreffer. „Wenn man sieht, welche Möglichkeiten wir haben, was wir davon aber heute nur gezeigt haben, war das einfach zu wenig“, sagte Siegfrieds Coach Helmut Jaspers. Arnold Peters, Trainer des KSV, lobte die kämpferische Leistung seines Teams und bedankte sich bei Verheyen sowie Schmidtmann, die gerade erst von einer Klassenfahrt zurückkamen und trotzdem vollen Einsatz zeigten. „Wir wollen aber auch unserem Trainergespann Danke sagen. Ohne die wär das nicht möglich gewesen“, sagte Melina Flassenberg, Spielerin der Kevelaerer Mannschaft.

Alemannia Pfalzdorf -
SV Veert 0:2 n.V. (0:0)

–. Das spannendste Spiel am Samstagmittag zeigten die B-Juniorinnen. Beide Torhüterinnen hielten ihre Farben jeweils im Spiel, während vor ihnen um jeden Zentimeter erfolgreich gekämpft wurde. So ergab sich über die komplette reguläre Spielzeit hinweg eine Partie auf Augenhöhe, in der vom Elfmeterpunkt aus die Pfalzdorferinnen nach rund einer Viertelstunde die beste Torchance zu verzeichnen hatten. Sina Janßens Schuss hielt jedoch die Veerter Torfrau Chantal Krüger ebenso wie den Nachschuss von Donjeta Rexhepi. Im weiteren Spielverlauf ließen beide Teams gute Gelegenheiten ungenutzt, so dass es mit 0:0 in die Verlängerung ging. In dieser behielten die SV-Kickerinnen die Oberhand, wodurch folglich auch gerechtfertigt die Tore durch Alexandra Klein (94.) und Nora Hanßen (98.) fielen. „Es war ein interessantes Spiel. Beide haben gut gespielt und gekämpft. Wir hatten aber hinten heraus die etwas besseren Chancen, wodurch es sicherlich nicht verdient gewesen wäre, wenn wir verloren hätten“, meinte Veerts Coach Rainer Statetzny.

Das Pfalzdorfer Trainergespann Rainer Janßen und Lars Breitenfeld sah dies genauso, war aber nicht enttäuscht angesichts des zweiten Platzes. „Spielerisch haben wir nicht den besten Tag gehabt. Veert war zum Schluss eben bissiger. Die Mannschaft hat in dieser Saison jedoch in der Leistungsklasse gespielt und den Hallenkreispokal gewonnen. Es war also trotzdem eine hervorragende Saison“, so Rainer Janßen.