„Lulle“ Wensing kann nur Daumen drücken

Luisa Wensing
Luisa Wensing

Bedburg-Hau..  Zum dritten Mal hat die Qualburgerin Luisa Wensing den DFB-Pokal der Frauen gewonnen. Den 3:0-Sieg des VfL Wolfsburg, für den die 22-jährige seit 2012 spielt, konnte Wensing allerdings nur abseits des Fußballplatzes verfolgen.

Bereits vor zwei Monaten brach sich die Fußballerin das Wadenbein und ist seither zum Zuschauen verdammt. „Das ist für mich eine völlig neue Situation, die gerade unmittelbar nach der Verletzung für mich sehr schwer war“, sagt Wensing, die seither daran arbeitet, bis zum Trainingslager im August wieder fit zu werden.

Zusammen mit weiteren verletzten Spielerinnen aus dem Kader des Frauen-Bundesligistes VfL Wolfsburg fieberte sie am vergangenen Freitagabend auf der Tribüne des Kölner Rhein-Energie-Stadions mit ihren Mannschaftskolleginnen. „Das kribbelte schon in den Füßen. Es war nicht einfach, nicht aktiv eingreifen zu können“, erklärt Wensing, die ein paar Minuten vor dem Schlusspfiff runter auf den Platz gegangen ist, um mit ihren Mitspielerinnen wenigstens feiern zu können. „Die Freude über den Sieg war natürlich groß. Ich hätte auch gerne mitgehüpft, aber das ist leider noch nicht möglich“, berichtet die 22-jährige dennoch glücklich, wenngleich sie nur bis zum Viertelfinale mitkicken konnte.

Am kommenden Wochenende haben die VfL-Frauen bereits das nächste große Ziel vor Augen. Denn am Sonntag (Anstoß 14 Uhr) wollen sie zum dritten Mal in Folge die Deutsche Meisterschaft gewinnen. Als Spitzenreiter gastieren sie am letzten Spieltag der Saison beim Tabellendritten 1. FFC Frankfurt. Mit einem Sieg wäre Wolfsburg definitiv Meister. Bei einem Unentschieden hätten die Fußball-Frauen des FC Bayern München im Titelkampf die besseren Karten. Verliert der VfL, machen Frankfurt und München die Meisterschaft unter sich aus.

„Da ist wirklich alles offen. Wir können alles verlieren, aber auch alles gewinnen“, sagt „Lulle“, wie Familie und Freunde sie oft nennen. Auch im Meisterschaftsendspurt bleibt Wensing nur der Platz auf der Tribüne. Sie sei zuversichtlich, dass der Titel nach Wolfsburg geht.