Laura Hetzel strebt die Titelverteidigung an

Laura Hetzel
Laura Hetzel
Foto: Dirk Gantenberg

Goch..  Die besten Reiter aus dem Rheinland treffen sich von morgeb bis Sonntag auf Gut Langfort in Langenfeld, um ihre diesjährigen Landesmeister im Dressur- und Springreiten zu küren. „Auf die etwa 420 Teilnehmer warten an den vier Meisterschaftstagen im Pferdesportzentrum Rheinland insgesamt 57 Prüfungen. Nur zehn von ihnen werden nach Abschluss der Wettkämpfe mit einer der beliebten grün-weißen Meisterschärpen geschmückt“, erklärt Meike Jacobi aus der Pressestelle des Verbandes.

Zu den Reitern, die um die Schärpe kämpfen, gehört auch die Pfalzdorferin Laura Hetzel, die für die Reitsportgemeinschaft Niederrhein bei den Junioren an den Start geht und ihren Vorjahreserfolg gerne wiederholen möchte. Seinerzeit gewann sie gleich im ersten Jahr ihrer Zugehörigkeit zu den Junioren den Rheinischen Titel. Von daher tritt die 15-Jährige, die in der Altersklasse „Children“ bereits an Europameisterschaften teilgenommen hatte, als Favoritin an.

Die dazu notwendige Nervenstärke bringt die junge Gocherin mit und hat das auch schon mehrfach unter Beweis gestellt. Die Konkurrenz wird demnach die Tochter von Landestrainer und Nationenpreisreiter Holger Hetzel auf dem Zettel haben müssen. Vor dem Gewinn einer Medaille stehen zwei Springprüfungen der Klasse M**, wobei die besten 20 dann im Finale über einen S-Parcours reiten müssen.

Bei den Jungen Sprinreitern kann sich aber auch Hetzels Vereinskollegin Daniela Theelen erneut Medaillenhoffnungen machen. Die 20-Jährige konnte bereits 2011 im Juniorenlager ihre Konkurrenten hinter sich lassen, wobei auf das Konto der jungen Amazone mittlerweile Platzierungen bis zur Klasse S*** gehen. Nunmehr stehen für sie je eine Springprüfung der Klasse S* auf dem Programm. „Wer beide Prüfungen erfolgreich absolviert und unter die 20 besten Paare gelangt, darf am Sonntagnachmittag im großen Finale in einer Springprüfung der Klasse S** mit zwei Umläufen starten“, erklärt Jakobi.

Im Lager der Senioren ist es der Kranenburger Springreiter Otmar Eckermann, der zu den Medaillenanwärtern zählt. Schon im vergangenen Jahr war Langenfeld für ihn ein gutes Pflaster. Sowohl bei den fünf- als auch sechsjährigen Springpferden holte er sich den Rheinischen Titel. In diesem Jahr tritt der Ausbilder jedoch nicht nur mit talentierten jungen Pferden an, sondern wird auch um eine Medaille in der Konkurrenz der Senioren kämpfen. Auf dem Weg dahin sind für den Trainer vieler Reiter, der auch seine Tochter Katrin bis an die internationale Spitze begleitet hat, drei schwere Springen zu bewältigen – das Finale der Top 20 geht sogar über einen S***-Parcours.

Komplettiert wird das Starterfeld aus Kreissicht durch Jana Freund vom Reitverein „St. Georg“ Kevelaer, die im Rahmen der Rheinischen Meisterschaften beim Jungpferdetag startet. Die Weezerin hat die Ziele, sich für das Bundeschampionatsfinale zu qualifizieren sowie beim Rheinischen Reitpferde- beziehungsweise Reitponychampionat ein Wörtchen mitzusprechen. Die Aussichten stehen nicht schlecht.