Kreuzer gewinnt S*-Springen

Was wir bereits wissen
Auch beim vierten Hallenspringturnier auf der Reitanlage des Nationenpreisreiters Holger Hetzel in Pfalzdorf gab es spannenden Springsport zu sehen, tolle Nachwuchspferde am Start.

„Die Turnierserie bei Holger Hetzel ist für uns Profis und Ausbildungsställe eine super Sache. Denn wir haben bei jedem Turnier die Möglichkeit, die jungen Pferde bei hervorragenden Bedingungen an den Start zu bringen. Hinzu kommt die sehr große Parcourshalle, ein ebensolcher super Parcoursaufbau und eine ideale Abreitehalle. Kurzum, diese Turnierserie ist für uns geradezu ideal, um die Wintermonate mit den jungen Pferden zu gestalten“, erklärt Routinier Markus Renzel, der in den vergangenen Jahren schon viele gute junge Pferde in den großen Sport gebracht hat. Auf dem besten Wege dorthin dürfte sich auch seine achtjährige in Westfalen gezogene Stute Quick Step (Quidam’s Rubin/Pontifex) befinden, mit der sich Renzel ein spannendes Finnisch in der Springprüfung der schweren Klasse mit Andreas Kreuzer (Silberberghof) lieferte, der diese Prüfung im Sattel der 9jährigen Con Air Tochter Warning (0.00/61.91) schlussendlich für sich entschied.

Denn es waren nicht ganz zwei zehntel Sekunden, mit denen der international versierte Reiter aus Oer-Erckenschwick an der Goldschleife vorbeischrammte. Verständlich das Lächeln auf dem Gesicht des 22-jährigen Kreuzer, der in seiner jungen Karriere schon tolle Erfolge sammeln konnte und als Bereiter im Stall von Otto Becker noch lange nicht am Ziel zu sein scheint. „Ich möchte einmal genauso erfolgreich reiten wie mein Chef“, kam es ihm kürzlich über die Lippen. Ohnehin findet es Kreuzer wahnsinnig, wie schnell es im Reitsport rauf und runter geht. Dabei weiß der Bereiter im Stall von Otto Becker durchaus, wovon er spricht.

Anspruchsvolle Hindernisse

Schließlich erlebte er vor zwei Jahren mit dem Hengst Chacco-Blue einen wahren Höhenflug, als er im Großen Preis von Aachen den dritten Platz belegte. Doch zurück zur vierten Auflage des Hallenspringturniers auf der Reitanlage des Pfalzdorfer Nationenpreisreiters, auf der erneut der international erfahrene Parcoursbauer Peter Schumacher die Hindernisse für die insgesamt acht Springprüfungen erstellte. Obwohl anspruchsvoll gebaut, bestachen sie wieder einmal durch Fairness und gute Linienführung. Zudem hatte sie Schumacher dem Leistungsstand von Pferd und Reitern angepasst. Dabei begann das Turnier bereits mit einer furiosen Vorstellung in der Springpferdeprüfung auf A*-Niveau. Denn hier platzierte Ann-Kathrin Brune, die für den im südwestlichen Teil von Münster beheimateten RV Albachten startet, den 6jährigen Holsteiner Clintord I Sohn Carmel mit einer Traumnote von 9.00 (sehr gut) auf der obersten Stufe des Siegerpodestes.

Diese Traumnote war auch gleichzeitig die höchste Wertnote (WN), die auf dem Turnier vergeben wurde. Auf Rang zwei in dieser Prüfung rangierte das Richter-Duo Rolf-Peter Fuss und Michael Heyers den 6jährigen Fuchswallach Crispin (Chacco-Blue/.Dinard L) mit einer WN von 8.00 (gut), der von Judith Emmers (Asperden-Kessel) gleichfalls viel Fingerspitzengefühl vorgestellt wurde.

Positives Fazit

Stichwort Fingerspitzengefühl, eine durchaus gute Eigenschaft für einen Reiter, dem man die Talente eines Pferdes anvertraut. „Die Turnierserie ist von den Teilnehmern genauso angenommen worden, wie ich mir das vorgestellt habe, wobei meiner Meinung nach die ganzen Möglichkeiten hier auf der Anlage optimal für diese Turniere sind. Und auch die Atmosphäre war wieder einmal ganz hervorragend. Da passt meine Aussage, dass das Reiten hier wie im Wohnzimmer ist umso besser. Denn gerade in dieser sehr gemütlichen Atmosphäre macht das Reiten richtig Spaß, was mir von den Teilnehmern bei jedem Turnier bestätigt wird. Daher freue ich mich gemeinsam mit meinem Team immer wieder auf Neue auf jeden einzelnen Turniertag“, zog Turnierleiter Holger Hetzel ein positives Fazit zum Hallenspringturnier, das am Mittwoch, 11. Februar, seine fünfte Auflage finden wird.