Karten werden neu gemischt

Vorbereitungsspiel, Viktoria Goch - Rhede
Vorbereitungsspiel, Viktoria Goch - Rhede
Foto: Stade, Klaus-Dieter (kds)

Goch..  Im Gegensatz zu den Vorjahren ist vieles neu bei der Gocher Viktoria im Vorfeld der kommenden Landesliga-Saison. Nach vierjähriger Amtszeit von „Mucki“ Tebeck wird ab dem heutigen Trainingsauftakt mit Andreas Voss ein anderer langjähriger Ex-MSVler den Spielern die Kommandos geben. Genau dieser personelle Wechsel auf dem Posten des Hauptverantwortlichen hatte eigentlich schon ein Jahr früher über die Bühne gehen sollen.

Doch nach lebensbedrohlichen Kapriolen nach einer Routine-Operation rückte das Sportliche völlig in den Hintergrund und für Voss stand plötzlich alles Spitz auf Knopf. Umso glücklicher ist Voss, dass sich das Blatt zum Guten gewendet hat und er mit einjähriger Verspätung nun sein Amt in Goch antreten kann: „Aufgrund der Vorgeschichte ist das für mich natürlich eine besondere Sache. Ich freue mich insgesamt sehr auf die Viktoria. Ich glaube, das ist eine sehr schöne Aufgabe auch mit der Konstellation nach der Ligenreform und der Mannschaft, die schon einen gewissen Umbruch vollzieht.“

Neben dem neuen Cheftrainer und der neuen Landesliga-Gruppe mit 18 Teams und wieder deutlich mehr Spielen als in der Vorserie fallen eben diese damit angesprochenen personellen Veränderungen im Spielerkader für Gocher Verhältnisse dieses Mal etwas größer aus. Gleich ein Viererpack von Stammakteuren mit Sascha Horsmann, Jan-Philip Maaßen, Kristof Prause und Levon Kurikciyan hat die Weberstädter gen Lokalrivalen 1.FC Kleve verlassen. Zudem müssen die Gocher mit Ex-Kapitän Hajo Peters, der eine fußballerische Pause einlegt, einen weiteren erfahrenen Eckpfeiler ersetzen.

Zwei Torhüter aus Kleve

Demgegenüber stehen sieben Neuzugänge, die laut Andreas Voss „fußballerisch und charakterlich gut zu uns passen sollten.“ Mit Raven Olschewski (1.FC Kleve) und seinem jüngeren Bruder Jason (1.FC Kleve A-Junioren) kommen zwei Keeper im Gegenzug aus der Schwanenstadt nach Goch. Vom Nachbarn Concordia stößt wie bereits vermeldet Frederik Benning zur Viktoria. In den letzten Tagen und Wochen konnten auch für die übrigen Mannschaftsteile noch Akteure gewonnen werden.

In vorderster Front soll Kevin Bodden (VfL Tönisberg) als ein ganz anderer Stürmertyp als Jan-Luca Geurtz das Gocher Angriffsspiel variabler machen. Fabian Hermens bringt Landesliga-Erfahrung aus Straelen mit und ist in der Offensive auf mehreren Positionen flexibel einsetzbar. Als ähnlich vielseitig und auch im Mittelfeld zuhause gilt Fatih Alaz (FC Moers-Meerfeld), den Voss noch aus seiner Zeit beim GSV Moers kennt. Hinzu kommt mit Radek Wykdal ein tschechischer Akteur, der zuletzt in der dritten beziehungsweise vierten tschechischen Liga aktiv war und neben den Mittelfeldpositionen auch beide Außenverteidigerposten bekleiden kann.

Nun gilt es für Andreas Voss die passende Formation auszutüfteln. „Ich glaube, die Zutaten sind gut. Wir versuchen jetzt als Köche dafür zu sorgen, dass das Menü auch schmeckt“, umschreibt er die Aufgabe des Trainerteams für die kommenden Wochen. Eine gewisse Phase des Beschnupperns von Trainer, Team und Neulingen ist einkalkuliert. Diese soll aber nicht zulange dauern. „Jede Trainingseinheit und jeder Test ist wichtig. Am Pflichtspielauftakt wollen wir bereit sein“, stellt Voss klar.

Das erste Vorbereitungsspiel steigt am kommenden Samstag gegen den Bezirksligisten SV Schwafheim (Anstoß 17 Uhr). Fehlen werden verletzungsbedingt zunächst noch Kay Tassenaar (Leistenbruch) und Tobias Hofland (Ellbogen-Operation). Zudem dürfte Pechvogel Rene Valenta die gesamte Hinrunde verpassen, da sich seine Verletzung doch als erneuter Kreuzbandriss herausgestellt hat.