Im Kollektiv gefordert
04.09.2009 | 20:00 Uhr 2009-09-04T20:00:00+0200Die 1. FC Kleve kann sich mit einem Sieg über Westfalia Herne von der Abstiegszone entfernen
Schon auf der Rückfahrt von Dattenfeld nach Kleve ging Georg Kreß am vorigen Mittwoch nach der 0:2-Niederlage bei Germania Windeck zur Manöverkritik über, besonders die vermeintlichen Führungsspieler wurden vom Trainer des 1. FC Kleve ins Gebet genommen. Endgültig abgehakt wurde das Thema rund 24 Stunden später bei einer Spielersitzung.
Wenn der NRW-Ligist am Sonntag auf Westfalia Herne trifft (15 Uhr, Bresserberg-Arena), soll bei den Blau-Roten ohnehin nicht ein einzelner Fußballer im Mittelpunkt stehen, sondern vielmehr die Gemeinschaft wieder in den Vordergrund rücken. „Wir müssen in jedem Spiel über das Kollektiv kommen. Anders geht's nicht”, weiß FCK-Trainer Kreß. „Wir werden immer wieder erleben, dass gerade die jüngeren Spieler einen schlechten Tag erleben. Dann müssen eben andere in die Bresche springen.”
Horsmann hat sich Muskel gequetscht
Wer genau wem auf dem Rasen Hilfestellungen geben könnte, steht noch nicht fest. „Wie ich aufstelle”, sagt Kreß nämlich, „weiß ich noch nicht.” Sascha Horsmann jedenfalls kann nicht das Tor hüten, der Asperdener zog sich in Dattenfeld eine Muskelquetschung an der Schulter zu. Dominik Schütz gibt also sein Pflichtspiel-Debüt für die Klever. Ob es weitere Veränderungen gibt, hängt auch von Benedikt Koep ab. Der Angreifer musste sich heute wegen einer Zehenverletzung einer Kernspintomographie unterziehen. Ein Ergebnis lag der NRZ noch nicht vor. Ob Koep spielen kann, ist daher offen. Umso besser wäre es, wenn mit Marius Sowislo unter Umständen ein weiterer Angreifer wieder zum Kader gehören würde.
Unabhängig von der Personalsituation können die Blau-Roten mit einem Erfolg gegen Traditionsklub bereits ein kleines Polster zwischen sich und die Abstiegszone legen. Georg Kreß warnt jedoch davor, die nach sechs Spieltagen noch sieglosen Kontrahenten zu unterschätzen: „Westfalia Herne ist bestimmt kein Fallobst. Diese Mannschaft müssen wir bearbeiten und bekämpfen wie jeden anderen Gegner auch – und das werden wir auch tun.”
0mitdiskutieren