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Horsmann hält einen Punkt fest

14.04.2010 | 22:12 Uhr

Kleve. Mit seiner Parade beim Elfmeter rettet der Keeper des 1. FC Kleve dem NRW-Ligisten ein Remis beim SV Bergisch Gladbach 09. Beim 1:1 (0:0) kickten die Blau-Roten ab der 28. Minute in Überzahl, schlugen daraus aber erst nach der Pause Kapital.

Georg Kreß scheint einen Bruder im Geiste gefunden zu haben. Der Trainer des 1. FC Kleve funkt mit Lars Leese, Coach des SV Bergisch Gladbach, auf einer Wellenlänge. An der gestrigen Konversation mit seinem Kollegen fand Kreß Gefallen, am Spiel in Gladbach weniger. „Ein langweiliges Spiel“, analysierte der FCK-Trainer später. Dass die Partie nach einem 0:1-Pausenrückstand noch 1:1 endete, konnte die Laune des 47-Jährigen noch leicht verbessern.

Schlecht war sie, als der Mannschaftsbus am Spätnachmittag auf der Autobahn 3 in einen Stau geriet. Am Ziel angekommen baten die Klever Schiedsrichter Sven Waschitzki, das Spiel um eine halbe Stunde nach hinten zu legen. „Die Art und Weise, wie er das abgelehnt hat, war nicht okay“, ärgerte sich Kreß.

Seine Spieler hatten kaum Zeit, um Spannung aufzubauen. Und prompt unterlief Marius Sowislo ein grober Fehler. Er spielte Gladbachs Hayro Maslar den Ball in den Fuß. Linus Werner kam daraufhin in eine günstige Position, doch der Ball flog ins Gestrüpp (7.). Auf der Gegenseite scheiterte  Marek Klimczok mit einem Freistoß aus über 30 Metern an Torwart Sven Forsbach.

Dann musste FCK-Spieler Tobias Klemt behandelt werden. Die Abwehrt wirkte desorientiert, was Werner in die Karten spielte. Der Stürmer verwertete Sebastian Hirschs Querpass zur Führung (17.). Klemt versuchte es noch mal, ließ sich dann aber auswechseln. Bei den Gastgebern musste Uwe Brüggemann vom Feld. Er hatte den durchgebrochenen Adrian Mahr zunächst von den Beinen geholt (28.) und dann einen Klever „Vogel“ genannt. „Warum man für so was die Rote Karte zeigen muss, weiß ich auch nicht weiter“, sagte Leese.

Erst nach dem Wechsel konnten die Gäste Kapital aus der Überlegenheit schlagen. Sowislo ließ Forsbach mit einem Flachschuss keine Chance (51.).

Fortan avancierte Waschitzki zum Hauptdarsteller: Zunächst pfiff er einen Konter der Hausherren ab, eine Erklärung hatte sonst kein Beteiligter. Aus Selbstschutz ging Leese freiwillig auf die Tribüne. Dann pfiff der Unparteiische einen zweifelhaften Elfmeter: Patrick Braun soll Tim Hoffstadt gelegt haben. Dann schlug Sascha Horsmanns große Stunde: Der FCK-Keeper entschärfte Hayro Maslars Schuss (67.) . Kleve hatte noch eine Chance durch Klimczok (81.), kurz darauf beendete Waschitzki den mauen Kick.

Denis de Haas

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