Hö.-Nie. hat Revanchegelüste

Was wir bereits wissen
Fußball-Oberliga: Die Mannschaft von Trainer Georg Mewes steht nach zwei Siegen in Folge gegen den Tabellenzweiten vor hoher Hürde

Kalkar..  Mit zwei Siegen gegen den VdS Nievenheim und beim VfB Homberg hat der SV Hönnepel-Niedermörmter sein Punktekonto auf 43 erhöht und kann als Tabellenvierter den verbleibenden zehn Saisonspielen gelassen entgegensehen. Trainer Georg Mewes ist mit dem Abschneiden seiner Schützlinge zufrieden, auch wenn es diesmal nicht zum Titelgewinn reichen wird. Doch damit hatte bei den Schwarz-Gelben auch der größte Optimist nicht gerechnet. Immerhin hat das Team vom „bebenden Acker“ unterstrichen, dass es in dieser Spielklasse zu den Topadressen gehört.

In der kommenden Saison wird der SV Hö.-Nie. vielleicht kleinere Brötchen backen müssen. Besonders schmerzt Mewes der Weggang von Abwehrrecke Heinrich Losing: „Das ist für uns ein herber Verlust, sowohl als Spieler als auch als Mensch“. Der Coach ist nun gezwungen, nach neuen Spielern zu suchen, mit denen er in der Oberliga konkurrenzfähig ist. Es wird jedenfalls nicht einfach sein, die Qualität des Kaders auf dem jetzigen Niveau zu halten. Mewes wird aber bemüht sein, die entstehenden Lücken annähernd gleichwertig zu schließen.Doch zunächst gilt es, die noch laufende Spielzeit mit einer guten Platzierung zu beenden. Momentan belegt das Team von der Düffelsmühle den vierten Tabellenplatz, den man gerne verteidigen möchte. Das wird nicht einfach sein. Mewes: „Wir wollen noch möglichst viele Punkte holen. Wenn es am Ende Rang 7 wird, bin ich auch zufrieden.“ Auf die Schwarz-Gelben wartet nämlich ein anspruchsvolles Restprogramm.

Bereits am Sonntag hat man sich mit einem hochkarätigen Gegner zu messen. Der Tabellenzweite Wuppertaler SV gibt die Visitenkarte in Hönnepel ab. Die von Thomas Richter gecoachte Mannschaft aus dem Bergischen Land hat zwar sechs Zähler Rückstand auf die Spielvereinigung Velbert, glaubt aber noch an eine realistische Aufstiegschance.

Die Fronten sind somit klar. Die Wuppertaler müssen an der Düffelsmühle offensiv agieren, können nicht wie die meisten Auswärtsmannschaften mit einer Kontertaktik aufwarten. „Der WSV muss auf Angriff spielen, das könnte uns die Aufgabe vielleicht erleichtern“, erwartet Mewes ein gegnerisches Team, das auf Biegen und Brechen stürmen wird.

Besonders zu beachten sind bei den Bergischen die Stürmer Marvin Ellmann und Dennis Schmidt. Ellmann führt mit dem Oberhausener Philipp Goris mit 17 Treffern die Torjägerliste an, Schmidt hat auch schon elfmal ein eigenes Tor bejubeln können. Zudem verfügt der Gast über eine starke Defensive. Beim 5:1-Hinspielsieg des WSV waren die beiden Torjäger jeweils zweimal erfolgreich. Daniel Boldt gelang im Herbst im altehrwürdigen Stadion am Zoo der zwischenzeitliche Ausgleichtreffer, am Ende konnte Hö.-Nie. die deutliche Schlappe aber nicht verhindern.

Beim gastgebenden SV, der sich revanchieren möchte, sind alle Mann an Bord, auch der zuletzt erkrankte Kapitän Christian Mikolajczak. Georg Mewes hat somit die Qual der Wahl, weiß aber nur zu gut, dass seine Truppe einen „Sahnetag“ erwischen muss, wenn er das zum Siegen verurteilte Spitzenteam in die Schranken weisen möchte.