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Freddy, das flinke Fohlen - neunjähriger Klever spielt für Borussia Mönchengladbach

03.11.2011 | 18:17 Uhr
Freddy, das flinke Fohlen - neunjähriger Klever spielt für Borussia Mönchengladbach
Der Klever Frederik Meurs (rechts) spielt bei Borussia Mönchengladbach in der U10-Jugend Fußball. Foto: Johannes Kruck

Kleve/Mönchengladbach.  Mit vier Jahren spielte Frederik Meurs bei den Bambini des 1. FC Kleve, inzwischen kickt er für Borussia Mönchengladbach. Dass er als Nachwuchs-Fohlen ins selbe Tor schießen darf wie sein Vorbild Marco Reus verdankt Freddy seinem Talent - und seinen Großeltern Oma Else und Opa Fritz.

"Fohlen-Förderung“ steht auf dem Becher, aus dem der neunjährige Frederik Meurs trinkt, während er über seine noch recht kurze,  aber erfolgreiche Fußball-Karriere erzählt. Freddy, wie der blonde Junge genannt wird, kickt im „Fohlenstall" des Fußball-Bundesligisten Borussia Mönchengladbach.

Schon immer Spaß mit Bällen

„Seitdem er laufen kann, hat er sich für alles interessiert, was kugelförmig ist“, erinnert Wolfgang Meurs lachend sich an die Anfänge der Fußball-Begeisterung seines Sohnes.

Mit gerade mal vier Jahren reihte sich der Knirps bei den Bambini des 1. FC Kleve ein. Das war im wahrsten Wortsinne naheliegend, wohnt er doch auf dem Bresserberg ganz in der Nähe der FCK-Sportplätze. In der F4-Jugend wurde er dann unter dem noch jungen Trainer Johannes Seegmüller besonders gut gefördert. „Johannes hat schon immer über den Tellerrand hinaus geblickt“, lobt Wolfgang Meurs.

Und so kam auch im Jahr 2009 der erste Kontakt mit Borussia Mönchengladbach zu Stande: Seegmüller hatte seine Kicker zu einem DFB-Wochenende in Duisburg mitgenommen. Zwar fiel das Turnier in den Regen, wurde abgebrochen und Kleve konnte nach zwei Spielen wieder abreisen. Für Frederik schien aber symbolisch die Sonne, denn ein Borussen-Scout erkannte das Talent des damals Siebenjährigen und nahm Kontakt mit den Elten auf.

Seit Sommer kickt der Klever in der U10

Mehrmals wurde Frederik in den folgenden Monaten zu verschiedenen Schulungen, Spielen und Turnieren als Gastspieler nach Mönchengladbach eingeladen. Den endgültigen „Durchbruch“ auf den Weg zu den „Fohlen“ hat der Klever Jungkicker aber vermutlich seiner Oma Else und seinem Opa Fritz zu verdanken, die ihm im vergangenen Winter die Teilnahme an einem Wintercamp in Mönchengladbach schenkten.

Dabei hinterließ der damals Achtjährige offensichtlich einen so guten Eindruck, dass die Borussia ihn zu sich ins U9-Jugend-Team holte. „Normalerweise machen sie das nicht bei so jungen und so weit entfernt wohnenden Spielern“, erklärt Wolfgang Meurs. Doch Frederik hatte Spaß, durfte u.a. beim Bundesliga-Spiel gegen den VfB Stuttgart mit den Profis einlaufen.

Seit Sommer kickt der Klever nun in der U10: Als zweitjüngstes Jugendteam gehen die Fohlen von Borussia Mönchengladbach im Reviersport-Cup auf Punktejagd. Viel wichtiger als Siege auf dem Kleinfeld ist aber der Spaß am Fußball, den die Schützlinge von Trainer Thomas Reich auch bei drei Trainingseinheiten pro Woche im Borussia-Park pflegen. In der U10 geht es vorwiegend darum, aus den Jungs, die über eine hohe fußballerische Qualität verfügen, eine funktionierende Mannschaft zu formen.

Natürlich schwärmt Frederik auch von den Borussen-Profis: „Dante, ter Stegen und Reus finde ich gut!“ Und vor dem vorletzten Heimspiel gegen Bayer Leverkusen spielte sein Team das Finale des Santander-Cups im großen Stadion. Tausende Zuschauer bejubelten dabei Frederiks Treffer zum 2:0 für die Fohlen. Der Klever traf dabei genau in das Tor, in das rund zwei Stunden auch sein Vorbild Marco Reus später einschoss.

Johannes Kruck

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