FC Kleve hat drei Zähler im Visier

Was wir bereits wissen
Fußball-Landesliga: Tabellenführer 1. FC Kleve gastiert morgen um 15 Uhr beim 1. FC Viersen. Das Team soll selbst agieren.

Kleve. Zum 1. FC Viersen reist Fußball-Landesligist 1. FC Kleve am Sonntag (Anpfiff: 15 Uhr) mit einem Ziel: Drei Punkte aus der Kreisstadt mitzunehmen. Dazu haben die Rot-Blauen in der zweiwöchigen Osterpause ihre freie Zeit genutzt. „Wir haben im Training etwas Neues ausprobiert, was wir dann morgen hoffentlich mit Erfolg ausprobieren wollen“, sagt FCK-Coach Thomas von Kuczkowski vielsagend.

Der Klever Trainer möchte mit dieser neuen Idee den 1. FC Viersen vor unerwartete Probleme stellen. „Das ist die am besten organisierte Mannschaft der Liga, deren Akteure kaum ihre Positionen verlassen beziehungsweise sehr schnell in sie wieder zurückkehren. Bei ihnen ragt allerdings kein Spieler mit seiner individuellen Klasse heraus. Das kompensieren sie dafür über eine kompakte Teamleistung“, erläutert von Kuczkowski die Spielweise des morgigen Gegners. „Kucze“ lobt weiterhin besonders Viersens Coach Willi Kehrberg: „Er ist ein fachlich guter Trainer. Wenn wir miteinander über Fußball sprechen, sind das immer sehr fundierte Gespräche. Er weiß mit seiner langjährigen Erfahrung, wie er eine Mannschaft einstellen muss.“ Kehrbergs Taktik wäre im Hinspiel am dritten Spieltag auch fast aufgegangen. Mit 1:0 lag der 1. FCV bereits nach zehn Minuten in Front, ehe Neuzugang Tobias Gorgs (78.) und Sezgin Baran in der Nachspielzeit die Partie noch zugunsten der Schwanenstädter drehten.

Am Sonntag brauchen die Viersener die drei Punkte aber wieder genauso dringend wie der 1. FC Kleve. „So wird dann auch dieses Spiel von der Frage geprägt, was stärker motiviert: der Kampf um die Tabellenspitze oder der Kampf gegen den Abstieg“, meint Kucze. Viersen steht zwar derzeit auf dem sechsten Platz der Tabelle, und man könnte meinen, damit auch jenseits von Gut und Böse. Aber weit gefehlt: Die Kehrberg-Truppe besitzt nur zwei Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz und fünf Punkte auf den ersten Abstiegsplatz. Um weiter auf der sicheren Seite zu sein, braucht sie derzeit jeden Punkt. Aber auch die Schwanenstädter dürfen sich keinen zählbaren Verlust leisten, wenn am Ende der Saison rund um den Bresserberg gejubelt werden soll. „Wir sind zwar derzeit wieder Tabellenführer, haben jedoch auch nur einen Punkt und vor allem ein Spiel mehr als der 1. FC Mönchengladbach auf Rang zwei“, rechnet von Kuczkowski vor, der sich von daher nicht unbedingt wie der Spitzenreiter fühlt.

Um auf Mönchengladbach weiter Druck auszuüben, müssen wir einfach gewinnen“, fordert „Kucze“, der obendrein klarstellt, dass seine Mannschaft in den 90 Minuten am Sonntag nicht reagieren, sondern agieren möchte.

In der zweiwöchigen Osterpause habe sich auf Klever Seite die personelle Situation nicht grundlegend verbessert. Umut Akpinar konnte jedoch nach seinem Muskelfaserriss gestern wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. Einem Einsatz des Routiniers sieht „Kucze“ daher positiv entgegen: „Er ist ja ein Spieler, der über eine sehr gute Fitness verfügt. Wenn er schmerzfrei bleibt, wonach es im Moment aussieht, sehe ich gute Chancen, dass er auflaufen kann.“ Mit Mike Terfloth und Florian te Laak kehren außerdem zwei weitere Akteure zurück in den Kader, so dass von Kuczkowski am Wochenende wieder mehr Optionen als zuletzt zur Verfügung haben wird.