Ein nervöser 1. FC Kleve siegt beim VfL Repelen

Kleve..  Eine halbe Stunde waren gestern zwischen dem VfL Repelen und dem 1. FC Kleve gespielt, da hofften die mitgereisten Klever Fans schon auf einen rot-blauen Kantersieg, der die Schwanenstädter für den Endspurt in eine gute Ausgangslage bringen sollte. Schließlich könnte im Fernduell um den Aufstieg mit dem 1. FC Mönchengladbach, welcher gestern 3:0 bei den Sportfreunden Broekhuysen gewann, auch das Torverhältnis eine entscheidende Rolle spielen. Beide liegendicht beieinander. Doch als die Klever den 1:2-Anschlusstreffer kassierten, war vom zuvor zwar chancenarmen, aber überlegenden Gäste-Spiel nur noch wenig zu sehen. „Bei uns begann das Flattern. Die Spieler hatten Pudding in den Beinen“, sagte FCK-Coach Thomas von Kuczkowski.

Sein Team begann die Partie als klar bessere Mannschaft, die hinten wenig zu ließ und vorne versuchte druckvoll zu agieren. So eröffnete Tim Haal nach zehn Minuten den ersten gefährlichen Angriff, in dem er auf Pierre Wetzels passte, der auf den durchstartenden Pascal Hühner weiterleitete. Der Flügelflitzer holte gegen defensiv agierende Repelener immerhin eine Ecke heraus. Nur zwei Minuten später krönte Hühner seine Sprints auf der rechten Seite mit einem Torerfolg: Einen langen Ball versenkte er per Direktabnahme ins obere rechte Toreck zum 1:0. „Genauso weiter“, forderte Kleves Kapitän Fabio Forster schon während des Torjubels und ging selbst als gutes Beispiel voran: Nach einer halben Stunde setzte der Blondschopf bei einem Gedränge im Fünfmeterraum nach und brachte den Ball ins gegnerische Gehäuse. Nur acht Minuten später zogen die ersten dunklen Wolken über die Schwanenstädter auf: Mit dem ersten Torschuss überhaupterzielte Enes Balci den 1:2-Anschlusstreffer für Repelen.

Aus den Kabinen kamen die Platzherren deutlich wacher als ihre Gäste. Folglich fiel in Minute 62 der Ausgleich durch Lewis Brempong, welchen FC-Kicker Fabian Buttgereit mit einem unnötigen Fehlpass selbst einleitete. Kurz zuvor hatte von Kuczkowski Kleves Urgestein Umut Akpinar aufs Feld geschickt. Der sollte eigentlich mehr Ruhe reinbringen. Knapp eine Viertelstunde vor dem Schlusspfiff hatte Tim Haal nach einer Hereingabe von Patrick Braun die größte Möglichkeit, doch seinen Kopfball faustete Repelens Keeper Robin Bertok weg. Nach 78 Zeigerumdrehungen entschärfte VfL-Spielführer Michael Grintz einen Forster-Freistoß im Strafraum mit der Hand. Den fälligen Elfmeter verwandelte Hühner sicher. Eine halbe Minute vor dem Schlusspfiff rettete Kleves Schlussmann Olschewski mit einer Parade auf der Linie den Erfolg.

1. FC Kleve: Olschewski - Buttgereit, Braun, Haeger, Thurau (60. Akpinar) - Forster, Haal - Hühner, Klein-Wiele (71. Gorgs), Terfloth (66. Maehouat) - Wetzels. Nächstes Spiel: 1. FC Kleve – Union Nettetal (Sonntag, 31. Mai, 15 Uhr).