Eckermann gewinnt Siegerrunde

Thorsten Nienhaus erreichte im Sattel von „Quanta Costa“ in einer Prüfung der Klasse M* den zweiten Platz.
Thorsten Nienhaus erreichte im Sattel von „Quanta Costa“ in einer Prüfung der Klasse M* den zweiten Platz.
Foto: Evers

Goch..  Otmar Eckermann heißt der Gewinner der Springprüfung der Klasse M* mit Siegerrunde. Damit sicherte sich der Aktive des Reitervereins Kranenburg die höchst dotierte Springprüfung des zweitägigen Reit- und Springturniers in Goch-Heidhausen, zu dem der Reit- und Fahrverein Blücher Pfalzdorf an Pfingsten eingeladen hatte. Ohne Strafpunkte lenkte Eckermann den in Holstein gezogenen Schimmelwallach „Sir Sandro BS“ (Sandro Boy/Colman) in 33,82 Sekunden über die von Parcourschef Ralf Kalbfleisch erstellten Hindernisse und verwies den Keppelner Thorsten Nienhaus im Sattel von „Quanta-Costa“ (*0.00/34.28) auf den zweiten Rang.

Überhaupt präsentierten die Reiter im Rahmen des Blücher Pfingstturniers sehenswerten Pferdesport, zu dem das Team um den neuen Vereinsvorsitzenden Helmut Kröll die Anlage für die insgesamt 25 Dressur- und Springprüfungen hergerichtet hatte. Blumen säumten das hinter der Reithalle gelegene Dressurviereck und im Springparcours leuchteten unter anderem frisch aufbereiteten Hindernisse.

Stichwort Dressurviereck. An dessen Umrandung warteten die Zuschauer gespannt auf den dortigen Höhepunkt, eine Dressurprüfung der mittelschweren Klasse. Die entschied am Ende die Katrin van Beek. Die für den Reit- und Fahrverein „von Driesen“ Asperden-Kessel startende Teilnehmerin ritt den in Westfalen gezogenen, dunkelbraunen Wallach „Le Grand Monsieur“ (Laomedon/Fleurop) und holte sich den Sieg vor ihrer Vereinskollegin Christine Nolden, die den Hannoveraner „Curtis Kay“ (Chequille/Compliment) in dieser Prüfung vorstellte.

Allerdings schien es im Nachhinein betrachtet so, als hätten Katrin Hottgenroth und Axel Krüger im Richterhaus ziemlich tief in der Wertnotenkiste gegriffen, da sie die Leistungen des Siegerpaares „lediglich“ mit einer Note von 6.90 (7 = ziemlich gut) bedacht hatten. Vielleicht aber hatten sie bei den typvollen Dressurpferden hier und da auftretende Spannungen entdeckt, die am Ende die Wertnoten drückten. Denn in der vorangegangenen L-Dressur auf Kandare, die gleichfalls eine gehörige Portion an gefühlvoller Einwirkung voraussetzte, hatte das Richterduo Christine Nolden und Curtis Kay noch mit einer 7.70 (8 = gut) bewertet.

Sei es drum. Szenenwechsel, hin zum Springplatz, auf dem unter anderem Laura Hetzel von der Reitsportgemeinschaft Niederrhein im Sattel des Hannoveraner Hengstes Charles (Clinton I/Argentan) einen Doppelerfolg feierte, da sie sowohl die Springpferdeprüfung der Klasse A* (WN 8.20), als auch die der Klasse L (WN 8.30) anführen konnte. Einen Doppelerfolg beim Pfalzdorfer Pfingstturnier verbuchte zudem Jacqueline van Baal vom Club der Pferdefreunde Goch, da sie auf Nobody Knows B neben der Zwei-Phasen-Springprüfung auf A-Niveau (*0.00/34.30) auch die Punktespringprüfung der Klasse L mit Joker (44.00/42.02) für sich entscheiden konnte. Jubel brandete zudem beim gastgebenden RV Blücher auf. Denn in der A**-Dressur ritt Lokalmaterdorin Sarah Katharina Heyl Cabrise SH mit einer Wertnote von 7.40 an die Tete, wobei deren Vereinskollegin Hannah Coenen auf Petit Filou (WN 7.20) Rang zwei erzielte.