Die Überraschung bleibt in Goch diesmal aus
15.01.2012 | 20:05 Uhr 2012-01-15T20:05:00+0100
Goch. Die Hallenstadtmeisterschaften in Goch leben in der Regel davon, dass die unterklassigen Klubs den favorisierten Fußballern von der Viktoria ein Bein stellen wollen. Tatsächlich hatten die Schwarz-Roten zuletzt kein Abo mehr auf den Titel. Am Samstag aber durfte Heijo Peters als Kapitän der Landesliga-Truppe den Wanderpokal wieder entgegennehmen – ein 6:2 (3:2) gegen B-Ligist Concordia Goch bedeutete nach zwei titellosen Jahren wieder einen Erfolg.
Für Andreas Bergmann war daher auch die Pflicht erfüllt. „Alles andere als der Sieg wäre auch eine Enttäuschung gewesen“, sagte der Co-Trainer der Viktoria, „obwohl wir nicht immer überzeugt haben.“ In der Gruppe A hatte die klassenhöchste Truppe im Wettbewerb souverän den TSV Weeze besiegt, sich dann aber zu Erfolgen gegen die B-Ligisten SV Asperden und Spielvereinigung Kessel gemüht. Und auch das Halbfinale gegen die eigene Reserve war lange ausgeglichen, bevor die „Erste“ dann doch 5:3 gewann.
Im zweiten Semifinale unterdessen hatte die Concordia – mit drei Siegen souveräner Erster der Gruppe B – Weeze mit 3:1 bezwungen. Die Blau-Gelben waren zuvor so etwas wie die Stehaufmännchen des Turniers gewesen. Gegen Kessel hatten sie mehrfach einen Rückstand aufgeholt und zwei Sekunden vor Schluss durch Edin Dedic noch zum 4:4 ausgeglichen. Ein 5:0 gegen Asperden ermöglichte sogar noch den Einzug ins Halbfinale, in dem dann aber Concordia den längerem Atem bewies.
„Natürlich hätten wir dann auch Viktoria ganz gerne geärgert“, meinte Stephan Gregor, Spielertrainer beim Klub von der Vulkeskuhle. In der ersten Hälfte des 20 Minuten langen Endspiels schürten die Grün-Weißen bei den Zuschauern auch noch die Hoffnung auf eine Überraschung. Michael Hoolmans und Gregor glichen die Viktoria-Führungstreffer von Kevin Kitzig und Tobias Thissen jeweils aus, bevor Sebastian van Brakel kurz vor der Pause das 3:2 für den Favoriten gelang. Die Schwarz-Roten zogen in Hälfte zwei das Tempo noch einmal etwas an, dem Außenseiter fehlte schließlich die Kraft. Van Brakel, Devran Eroglu und Rene Hartung trafen zum Endstand. Allzu enttäuscht war Gregor über Platz zwei aber nicht: „Wir haben insgesamt ein gutes Turnier gespielt.“
Titelverteidiger scheidet früh aus
Und der Titelverteidiger? Für Alemannia Pfalzdorf war bereits unerwartet früh nach der Vorrunde Schluss. „Die Art und Weise, wie wir ausgeschieden sind, war schon enttäuschend“, fand Ingo Pauls, Trainer der Blau-Weißen. „Wir haben unsere Gegner nicht ernst genommen, uns teilweise aber auch nicht clever genug verhalten.“ Beim 3:4 im Gruppenspiel gegen die Concordia hatte Pfalzdorf eine 2:0-Führung leichtfertig verspielt.
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