Die SSG Kevelaer bleibt in der 1. Bundesliga
23.01.2012 | 17:22 Uhr 2012-01-23T17:22:00+0100
Kevelaer. Es war ein Wettkampf auf Messers Schneide. „So etwas kann man nicht jeden Tag durchstehen“, erklärte ein sichtlich geschaffter, aber letztlich glücklicher Trainer Rudi Joosten auf dem Olympiastützpunkt in Hannover nach dem letzten Schuss in der Relegation im Kampf um den Klassenerhalt für die 1. Bundesliga Luftgewehr – die Kevelaerer Schieß-Sport-Gemeinschaft (SSG) bleibt ein weiteres Jahr erstklassig.
Als Siebter der abgelaufenen Saison hatten sich die Marienstädter mit den beiden jeweils besten Teams der drei Zweitliga-Gruppen messen müssen. Nur die beiden ersten Mannschaften ergatterten einen Platz im Oberhaus. Und danach sah es für Kevelaer nach dem ersten Durchgang gar nicht aus. Mit 1945 Ringen lag man nur auf Platz fünf mit sieben Ringen Rückstand auf den Zweitplatzierten SB Freiheit (Hannover).
Als einzige aus der Mannschaft konnte dabei erneut Ivana Maksimovic überzeugen. Allein für die Relegation von Belgrad nach Hannover angereist, schoss sie in beiden Durchgängen überragende 398 Ringe. Die übrigen Teamkollegen blieben zum Teil weit unter ihren Möglichkeiten. Nils Schumacher erreichte 390, Alexander Thomas 388 und Amelie Kleinmanns 386 Ringen. Josefine Dohmen bildete mit 383 Ringen das Schlusslicht.
Für den zweiten Durchgang mussten die Marienstädter voll auf Angriff gehen, wenn es noch mit dem Klassenerhalt klappen sollte. So kam für Dohmen die erst 16-Jährige Katharina Kösters, die in dieser Saison bereits Bundesligaluft geschnuppert hat, in die Mannschaft. Dank einer Leistungssteigerung aller Schützen (Nils Schumacher 392, Amelie Kleinmanns 389, Alexander Thomas 388, Katharina Kösters 387) holte sich die SSG mit 3899 Ringen ringgleich mit der Giebichensteiner SGi Halle eines der begehrten Bundesligatickets.
Mit nur einem Ring Vorsprung
Das war aber nur ein Ring vor dem Drittplatzierten, dem ehemaligen Bundesligisten SV Deiringsen (Soest). Damit haben die Kevelaer im letzten Moment den Hals aus der Abstiegsschlinge gezogen. „Ich freue mich nicht nur für die Mannschaft, sondern vor allem für das sportliche Umfeld. Denn ohne die organisatorische und finanzielle Basis wäre das Projekt 1. Bundesliga überhaupt nicht möglich gewesen“, erklärte Joosten.
Somit wird die SSG Kevelaer auch in der nächsten Saison, die im Oktober wieder startet, der einzige Verein im Kreis Kleve in der 1. Bundesliga einer olympischen Sportart sein.
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