Die Lage ist ernst, aber nicht hoffnungslos

Die düsteren Wolken über dem Merkur-Himmel haben sich nach dem Sieg ober denTV Grafenberg ein wenig aufgehellt. Die Klever-Korbjäger haben den Klassenerhalt in der eigenen Hand

Kleve..  Für den VfL Merkur Kleve hat in der Basketball-Landesliga hat nach den Osterferien die entscheidende Phase begonnen. Zunächst wartete der direkte Tabellennachbar ART Düsseldorf III, gegen den die Klever Korbjäger unterlagen. Die bedrohlicher werdende Situation für die Merkurianer hellte sich aber danach wieder auf. Gegen den TV Grafenberg gewann das Team.

VfL Merkur Kleve – ART Düsseldorf III 58:78 (25:36). Von Beginn an liefen die Gastgeber einem Rückstand hinterher, weil einerseits einige einfache Chancen nicht genutzt wurden und andererseits einige Male der Ballbesitz leichtfertig verschenkt wurde. Zur Halbzeit lagen die Klever bereits mit elf Punkten hinten, aber sie stemmten sich verzweifelt gegen die drohende Niederlage. Doch von Erfolg beschieden war das Ganze nicht. Nach dem dritten Viertel war der Rückstand allerdings sogar auf 16 Punkte angewachsen (42:58).

Zu Beginn des letzten Spielabschnitts keimte dann tatsächlich Hoffnung auf: Ein 10:2-Lauf der Klever (8 Punkte von Kalkes, zwei von Lange) dampfte den Rückstand auf nur noch acht Punkte ein (33.). Der Düsseldorfer Trainer reagierte umgehend und brachte nach einer Auszeit wieder seine besten Spieler, die Kleve in den letzten sieben Minuten wieder auf Distanz brachten.

Für den VfL Merkur Kleve spielten und punkteten: Kerenker, Gergerdt (4 Punkte), Heinrichs (4), Kalkes (17), Lange (8), Willemsen (5), Daute, Kurth (10), Jazmati (6), Kacar (4).

VfL Merkur Kleve – TV Grafenberg 90:82 (42:39). Die Zuschauer schienen die Basketballer des VfL Merkur Kleve schon aufgegeben zu haben, doch das Team bäumte sich noch einmal mit Macht auf im Abstiegskampf der Landesliga: Vor exakt einer Zuschauerin besiegte die Mannschaft von Trainer Ralf Daute den TV Grafenberg mit 90:82 (42:39). Da einen Tag später der Konkurrent ART Düsseldorf III verlor, haben die Klever nun wieder einen Punkt Vorsprung und können nun tatsächlich noch den Klassenerhalt aus eigener Kraft schaffen.

Im Spiel erarbeitete sich Merkur Kleve gegen die mit nur fünf Spielern angereisten Gäste früh eine Führung, die auch während des ganzen Spiels Bestand hatte.

Allerdings kamen die Gegner immer wieder bis auf Schlagdistanz heran und gaben nie auf. So kam die Zuschauerin in den Genuss einer unterhaltsamen und punktreichen Begegnung, in der die Klever knapp, aber verdient die Oberhand behielten.

Die „Großen Drei“ des VfL Merkur Kleve, Martin Willemsen, Alex Kurth und Danny Jazmati, konnten am Brett beinahe nach Belieben punkten, weil die Gegner sich zurückhalten mussten, um Foulsituationen zu vermeiden. Gemeinsam kamen sie auf 67 der 90 Punkte. Unter Dach und Fach wurde der Sieg allerdings erst gebracht, als auch die Aufbau- und Flügelspieler Kerenker, Lange, Wolters und Kacar anfingen, ihre Würfe zu versenken. Der VfL Merkur Kleve trat mit folgenden Spielern an: Jazamti (26), Willemsen (24), Kurth (17), Lange (10), Kerenker (9 Punkte), Kacar (4), Wolters (2) und Daute.

Auch wenn die Lage um die Klever Korbjäger ernst bleibt, so glimmt doch jetzt nach dem beherzt herausgespielten Sieg über Grafenberg ein Hoffnungsschimmer. Mut macht den Merkurianern, dass sie beim Erreichen des Klassenerhalts nicht auf die Ergebnisse anderer Mannschaften angewiesen sind, sondern es selber richten können.

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