Der SV Walbeck ist heiß auf den Titel-Hattrick

2014: Obwohl ersatzgeschwächt angereist, reichte es für die Walbecker zur Titelverteidigung.
2014: Obwohl ersatzgeschwächt angereist, reichte es für die Walbecker zur Titelverteidigung.
Foto: Seybert, Gerhard
Was wir bereits wissen
Am Samstag kämpfen acht Mannschaften um die Gelderner Hallenstadtmeisterschaft. Zuletzt gewann zweimal das Team vom Bergsteg.

Geldern..  Im 21. Jahrhundert gewinnt bei den Gelderner Hallenstadtmeisterschaften immer der SV Walbeck. Zugegeben, diese Aussage ist etwas auf die Spitze getrieben, doch falsch ist sie nicht. Nachdem es das Turnier 16 Jahre lang nicht gegeben hat, gewannen die Walbecker im Jahr 2013 die Neuauflage und verteidigten den Titel ein Jahr später mit einer ersatzgeschwächten Truppe. Da ist es logisch, dass die Kicker vom Bergsteg am liebsten den dritten Sieg in Folge holen wollen, wenn am Samstag, 24. Januar, ab 13 Uhr in der Gelderner Bollwerkhalle wieder der Hallenkönig der Stadt ausgespielt wird.

„Natürlich wollen wir wieder gewinnen und den Hattrick holen“, bestätigt Walbecks Trainer Andreas Holla. Wobei mit „wir“ streng genommen nicht er gemeint ist. „Co-Trainer Dieter Brands wird sich während der Stadtmeisterschaft um die Mannschaft kümmern“, verrät Andreas Holla. Obwohl Dieter Brands „nur“ auf Spieler zurückgreifen wird, die, so Holla, „Spaß an einem Hallenturnier haben“, nimmt der SV Walbeck die nächste Operation Titelverteidigung ernst.

Einen klaren Turnierfavoriten auszumachen, ist in diesem Jahr indes schwierig. Die Walbecker sind zum ersten Mal seit Jahrzehnten in die Kreisliga A abgestiegen. Sie treffen in ihrer Vorrundengruppe auf den Ligakonkurrenten GSV Geldern, der ankündigte, nicht mit der ersten Elf anzutreten, sowie auf die B-Ligisten Arminia Kapellen/Hamb und Rot-Weiß Geldern. Hier freuen sich viele Zuschauer auf das innerstädtische Derby zwischen dem GSV und Rot-Weiß, das schon vor einem Jahr für Aufsehen sorgte.

„Wir sehen nicht nur dieses Aufeinandertreffen, sondern das ganze Turnier als Spaß an der Freude“, erklärt Stephan van den Berg, Trainer der Rot-Weißen. Das Turnier hat aber auch einen ernsten Hintergrund: „Unser Fokus in der Vorbereitung auf die Kreisliga-B-Rückrunde liegt voll auf dem Klassenerhalt. In der Halle in Geldern können wir auch ein paar Zugänge aus der zweiten Mannschaft testen.“ Ein ähnliches Konzept verfolgt Thomas Kämpfer, Trainer der Arminia aus Kapellen: „Auch wenn bei Hallenturnieren vieles möglich ist, gehören wir sicher nicht zu den Favoriten. Wir werden mit einer Mischung aus erster und zweiter Mannschaft antreten. “

In Gruppe B treffen die Gastgeber von Grün-Weiß Vernum auf den einzigen verbliebenen Gelderner Bezirksligisten, den SV Veert, der allerdings in dieser Saison ebenfalls stark abstiegsbedroht ist, und auf die B-Liga-Mannschaften des SV Walbeck II und des SV Lüllingen. Die Lüllinger sind nach einem Jahr Pause wieder dabei, während der VfL Pont im Vorfeld absagen musste.

Etabliert hat sich auch der etwas andere Spielmodus. Nach zwei Vorrundenspielen wird eine Zwischenrunde eingeschoben, in der jeweils die Gleichplatzierten der beiden Gruppen gegeneinander antreten. Es folgen das letzte Gruppenspiel, die Halbfinal-Partien und das Endspiel. Spätestens um 19 Uhr soll der Gelderner Hallenstadtmeister 2015 dann feststehen.

Im Anschluss bleiben die Halle, Cafeteria und Losverkauf der Tombola noch eine Weile geöffnet. Sieger und Verlierer dürfen also noch eine Weile vor Ort feiern. Abends ab 22 Uhr steigt dann die After-Stadtmeisterschaft-Party in der Gaststätte Schwarzes Pferd in Geldern.