Der illustre Kreis der Aufstiegskandidaten

Gelderland..  Sie schießen oder werfen den Ball ins Tor, bugsieren ihn gekonnt übers Netz oder treffen den Korb – für viele Sportler aus dem Gelderland läuft die aktuelle Saison einfach nur rund. Einiges spricht dafür, dass die Vereinschroniker für 2015 Platz für Erfolgsgeschichten reservieren sollten. Hier eine Auswahl der Mannschaften, die sich im Frühjahr auf Meister- und Aufstiegsfeiern freuen dürfen:

Trainer Achim Schürmann bleibt zwar standfest und möchte sich frühestens im März mit dem Thema Meisterschaft beschäftigen. Doch Fakt ist: Der TV Aldekerk dominiert das Geschehen in der Handball-Oberliga Niederrhein nach Belieben. In der Regel sind die Spiele bereits zur Pause entschieden, weil die meisten Kontrahenten mit der bärenstarken ATV-Auswahl schlichtweg überfordert sind. Und in den Duellen mit den Verfolgern schlägt der Pegel fast durchweg spätestens in den letzten zehn Minuten zu Gunsten des souveränen Tabellenführers aus. Weil die „jungen Wilden“ der Grün-Weißen auch dann noch Tempo machen, wenn die Gegner mühsam nach Luft schnappen. Fazit: Der TV Aldekerk kämpft in den Relegationsspielen gegen den Meister des Verbandes Mittelrhein um den Sprung in Liga drei. Der Gegner heißt wahrscheinlich Longericher SC.

Der VC Eintracht Geldern hat zuletzt seine Vormachtstellung in der Volleyball-Oberliga der Frauen eindrucksvoll untermauert. Im Spitzenspiel gegen Verfolger Post Telekom SV Aachen II hatte die Mannschaft um Trainer Thomas Cöhnen über weite Strecken deutliche Vorteile und siegte letztlich verdient mit 3:1. In den verbleibenden fünf Meisterschaftsspielen kann sich der Tabellenführer, der bislang erst eine Partie verloren hat, sogar noch einen Ausrutscher erlauben. Mag sich Cöhnen noch so bedeckt halten – in der kommenden Spielzeit wird in Geldern wieder Volleyball auf Regionalliga-Niveau geboten.

Lange Zeit sah in der Damen-Verbandsliga alles danach aus, als sei der TuS Xanten das Maß aller Dinge. Doch weit gefehlt. Zunächst stoppte die Reserve des SV Walbeck den Siegeszug der Spielerinnen aus der Domstadt, die zuvor elf Duelle in Serie gewonnen hatten. Und dann legte auch noch die „Erste“ aus dem Spargeldorf nach und entführte mit einem 8:6 beide Punkte aus der Höhle des Löwen. Damit ist der Weg in die Oberliga West frei für die von Mannschaftsführerin Franziska Holla angeführte Walbecker Auswahl. In den restlichen vier Spielen wird sich der Tabellenführer den Titelgewinn nicht mehr nehmen lassen. Zumal im Restprogramm nur noch ein wirklicher Stolperstein lauert. Nach drei Duellen gegen Abstiegskandidaten folgt am letzten Spieltag das Derby beim Lokalrivalen TTC Geldern-Veert. Damit nicht genug: Die Walbecker Frauen dürfen sich bei der Planung der Aufstiegs-Party auf Unterstützung ihrer männlichen Vereinskameraden freuen. Das Team um den litauischen Nationalspieler Kestutis Zeimys ist in der Rückserie noch ungeschlagen und besitzt beste Aussichten auf den vierten Platz, der die direkte Qualifikation für die neue NRW-Liga bedeutet. Der SV Walbeck wird sich diese Chance nicht mehr nehmen lassen, zumal auch Neuzugang Peter Koelen seine Rückkehr ins Gelderland mit Erfolg krönen möchte. Zwei Etagen tiefer herrscht beim TTC Geldern-Veert bereits Vorfreude. Mit einer kleinen Siegesserie ist die Mannschaft um Spitzenspieler Andreas Dittrich in der Bezirksliga auf Rang zwei vorgerückt. In den restlichen sieben Spielen wird der TTC die Rückkehr in die Landesliga perfekt machen.

Eins steht praktisch schon vor dem Rückrundenstart im Kreisliga-Oberhaus fest: Zwei Mannschaften aus dem Gelderland kicken in Zukunft wieder in der Bezirksliga. Beste Aussichten auf den Aufstieg besitzt der aktuelle Tabellenführer SV Walbeck. Dessen Trainer Andreas Holla möchte sich am 7. Juni nach dem Abpfiff der letzten Partie gegen den SV Donsbrüggen unbedingt mit einem Triumph verabschieden. Die besten Karten dürfte außerdem der GSV Geldern besitzen. Spielmacher Maik Noldes, Torjäger Deniz Gencer und Erfolgstrainer Peter Streutgens – was soll bei diesem Trio schon großartig schiefgehen ? Zumal der aktuelle Tabellendritte als weiteres Plus noch die stärkste Abwehr der Liga mitbringt. Die weiteren Bewerber auf die Bezirksliga-Rückkehr heißen FC Aldekerk und Grün-Weiß Vernum – die Fußballfreunde dürfen sich schon jetzt auf ein packendes Saisonfinale freuen.

Sieben Spiele, sieben souveräne Siege: Die von Lutz Stauffer trainierten Korbjäger von Grün-Weiß Vernum sind in der Bezirksliga, Gruppe 6, einfach das Maß aller Dinge. Mit einem Heimsieg gegen Verfolger Bayer 05 Uerdingen III kann der Tabellenführer bereits am kommenden Sonntag die letzten Zweifel am Titelgewinn aus dem Weg räumen. Im Hinspiel gelang ein ungefährdeter 75:50-Erfolg. Wer mitfeiern und gratulieren möchte: Das Spiel beginnt um 18 Uhr in der Turnhalle der Gelderner Geschwister-Scholl-Schule.