Büning erwischt in Ratingen einen Silbertag

Adrian Bünings Flug über die Hürden: Bei den Landesmeisterschaften erreichte der 14-Jährige im Hürdensprint die zweitschnellste Zeit.
Adrian Bünings Flug über die Hürden: Bei den Landesmeisterschaften erreichte der 14-Jährige im Hürdensprint die zweitschnellste Zeit.
Foto: Birkenstock
Was wir bereits wissen
Der 14-jährige Nachwuchssportler von Leichtathletik Nütterden wurde über die Hürden und im Weitsprung jeweils Nordrhein-Vizemeister

Kranenburg..  Die vergangenen Wochen waren für Adrian Büning, der seit Beginn dieser Saison die Farben von Leichtathletik Nütterden trägt, durchaus ereignisreich. Auch auf dem Sportplatz weiß der 14-Jährige seinen Vater Marcus immer eng an seiner Seite und profitiert von dessen langjähriger Erfahrung im Leichtathletik-Geschäft. Der Seniorensportler nimmt bis auf den heutigen Tag an Deutschen Meisterschaften teil und krönte seine bisherige sportliche Laufbahn in der vergangenen Wintersaison mit der Goldmedaille über die Hürdendistanz. „Das hatte es in unserem Verein noch nicht gegeben“, stellte seinerzeit Vorsitzender Gerd Aengenheister fest, der sich zudem darüber freute, mit Marcus Büning als Nachwuchstrainer einig geworden zu sein.

Gegen Erkältung angekämpft

In dieser Funktion reiste er mit seinem Sohn am letzten Mai-Wochenende ins Aachener Dreiländereck Im dortigen Waldstadion trug der Leichtathletikverband Nordrhein im Waldstadion seine Block-Mehrkampfmeisterschaften in den M14/15-Schülerklassen aus. Adrian Büning startete im Block Sprint/Sprung. „In den ersten vier der insgesamt fünf Disziplinen lief es absolut rund“, berichtete Marcus Büning. Vier Starts brachten ihm vier persönliche Bestzeiten: 80-m-Hürden in 12,08 Sekunden, 100 Meter in 12,84 Sekunden, Weitsprung 5,45 Meter und Speerwurf (600 Gramm) 28,98 Meter. Adrian Büning schien auf Gold programmiert zu sein – doch dann scheiterte er im Hochsprung dreimal an der Eingangshöhe von 1,28 Meter und rutschte dadurch im Endklassement auf den 17. Platz ab. Mehrkämpfer-Pech.

Ärgerlich zwar, aber kein Grund, die Enttäuschung darüber zu lange mit sich herumzuschleppen. Denn zwei Wochen später kündigte sich bereits in Ratingen eine weitere Nordrhein-Meisterschaft an, diesmal in den Einzeldisziplinen. Trotz leichter Anzeichen einer aufkommenden Erkältung qualifizierte sich Adrian Büning über 80-m-Hürden mit der sechstbesten Zeit der 19 Teilnehmer für den Endlauf. „Es war zwar knapper, als von uns erwartet, aber offenbar hat ihn der Lauf so beflügelt, dass von der Schlappheit beim Aufwärmen nichts mehr zu spüren war“, sagte Vater Marcus. Wie fit sein Sohn dann war, zeigte er im Hürdenfinale. Entgegen der Gewohnheit war er an der ersten Hürde zwar noch hinten dran, doch dann machte er zwischen den Hindernissen ordentlich Tempo, verbesserte sich auf die starke persönliche Bestzeit von 12,18 Sekunden und gewann mit einem Rückstand von drei Zehntelsekunden auf den Uerdinger Paul Cedric Uthof die Silbermedaille. Spätestens mit dieser Leistung war für den sprintstarken Nachwuchsathleten der „Salto Nullo“ im Hochsprung von Aachen Geschichte. Ganz auf Angriffsmodus gepolt betrachtete er die 100 Meter als Aufwärmprogramm für die anschließend folgende Weitsprung-Entscheidung. 12,70 Sekunden bedeuteten ebenfalls neue Bestzeit und einen guten neunten Platz.

Doch was mehr zählte war der Weitsprung. Bei schwierigen Windverhältnissen hatten viele Athleten Probleme mit dem Anlauf. Bei Adrian Büning hingegen lief es gut. Bereits mit seinen ersten beiden Versuchen landete er jenseits der fünf Meter. Das war mehr als nur eine Duftmarke. Beim dritten Versuch verbesserte er seine Rekordweite auf 5,56 Meter, die er später dann mit 5,49 Meter bestätigte. Die zweite Vize-Meisterschaft war ihm damit sicher, zu Gold fehlten jedoch 14 Zentimeter, allerdings wurde diese Weite mit einer gerade noch zulässigen Windunterstützung von 1,5 Meter/Sekunde erzielt.