Auch nächste Saison spielt Kleve Landesliga

Kleve..  Aus und vorbei. Der 1. FC Kleve wird auch in der nächsten Saison in der Landesliga antreten. Gegen den FSV Duisburg verabschiedeten sich die Rot-Blauen von ihren Anhängern mit einem torlosen Remis. Der „Off-Day“ der Klever Mannschaft, wie FC-Trainer Thomas Kuczkowski das 0:4 am vergangenen Mittwochabend in Düsseldorf-Oberkassel konnte nicht mehr korrigiert werden.

Die Montanstädter bringt das 0:0 jedoch in eine gute Ausgangsposition. In ihrem ersten Relegatuionspiel wollten sie auf gar keinen Fall verlieren, um sich den Endspielcharakter des dritten und entscheidenden Relegationsspiels um den Aufstieg in die fünfthöchste Spielklasse zu bewahren.

FSV-Trainer Heiko Heinlein redete nach dem Spielschluss auch gar nicht lange drumherum. „Ich müsste lügen, wenn ich behauptete, wir wollten das Spiel zwingend gewinnen“, sagte Heinlein, der ein von beiden Seiten sehr zerfahrenes Spiel sah. Eine Begegnung überdies, die sich über weite Passagen zwischen den Strafräumen abspielte, vor den Toren beider Mannschaften tat sich recht wenig.

FeineNadelstiche

Den größten Anteil an dem Wenigen hatte jedoch der 1. FC Kleve, der nach dem Seitenwechsel nicht mehr ganz so tief stand, seine Zurückhaltung etwas ablegte und mit kleinen und feinen Nadelstichen der Duisburger Deckung durchaus weh tat. „Während die erste Halbzeit ausgeglichen verlief , waren wir nach der Pause die bessere Mannschaft“, stellte von Kuczkowski fest.

Dem Klever Trainer ging es zunächst einmal darum, dass seine Spieler anders als noch vier Tagen gut in der Ordnung standen und konzentriert gegen den Ball arbeiteten. Selbst die Außenstürmer waren gefordert, intensiv nach hinten zu arbeiten und auf diese Weise die Räume für die technisch versierten Duisburger möglichst eng zu machen. Das Konzept ging auf, obwohl die Klever in den ersten 45 Minuten zahlreiche leichte Stock- und Abspielfehler im Spiel nach vorne produzierten, deren Folgen sie aber glücklich überstanden.

Nach dem Seitenwechsel erlebten die Zuschauer, darunter eine große Anzahl aus Duisburg, die schon vor dem Anpfiff ein Heidenspektakel veranstaltete, ein etwas interessanteres Spiel. Insbesondere von Klever Seite, wozu die frühe Einwechslung von Otman Maehouat, aber auch die von Pierre Wetzels in der letzten Viertelstunde beigetragen hatte.

Dadurch kam deutlich mehr Zug in die Offensivaktionen der Platzherren, die es sich aber auch jetzt nicht leisten konnten, ihre stabile Deckung zu vernachlässigen. Dabei verdiente sich Marcel Haeger Bestnoten. Der Klever Innenverteidiger war eine sichere Bank und bereinigte häufig vorausschauend das, was brenzlig zu werden versprach. Alles abzuräumen gelang aber auch ihm nicht. So in der 38. Spielminute, als der Duisburger Ali Basaran mit einem feinen Pass von Ex-MSV-Profi Stephan Hennen bedient wurde, dieser mit einer Finte Martin Tekaat am eigenen Fünfer aussteigen ließ, den Ball jedoch nicht mehr quer auf Osman Ardic gespielt bekam.

Die größten Möglichkeiten der Gastgeber, zu Toren zu kommen, konzentrierten sich auf den zweiten Durchgang. Kurz nach der Pause verlor Gorgs auf Zuspiel von Mike Terfloth ein Laufduell mit dem FSV-Keeper Umut Sagsinlar, der den Ball wegschlagen kann. Nach einer Stunde steckte FC-Kapitän Fabio Forster, der im Mittelfeld eine gute Leistung ablieferte und viel für den Spielaufbau tat, den Ball auf Niklas Klein-Wiele durch, der frei auf das Tor zulaufen konnte, sich den Ball von Timo Welky aber im letzten Moment abjagen ließ. Zehn Minuten vor Schluss erreichte ein langer Ball den mit nach vorne aufgerückten Fabian Buttgereit. Doch dessen Kopfball hob FSV-Keeper Sagsinlar über die Querlatte.

ErstklassigeMöglichkeit

Eine erstklassige Möglichkeit hatte dann zwei Minuten vor dem Abpfiff noch einmal Maehouat. Nach einem Pass aus dem Klever Halbfeld, bei dem die Duisburger Abwehr zu spät aufrückte, um den Klever Angreifer ins Abseits zu stellen, stand der Marrokaner blank am Strafraum, verzog aber den Ball. „Wenn der drin gewesen wäre, hätte ich mir bezüglich meiner Taktik Vorwürfe machen müssen“, gestand FSV-Coach Heinlein.

Von Kuczkowski zeigte sich mit der Leistung seines Teams zufrieden und setzte darauf, dass der letzte Eindruck haften bleibt.