Anknüpfen an die starke Offensive

Kleve..  Die Hinrunde des 1. FC Kleve in der Fußball-Landesliga lässt sich in zwei Teile teilen, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Aus den ersten sechs Spielen holten die Schwanenstädter eine Maximalausbeute von 18 Punkten. „Da haben wir die Messlatte selbst sehr hochgelegt“, beschreibt Thomas von Kuczkowski, Trainer des Landesligisten. Die erste Niederlage der neuen Saison gab’s dann ausgerechnet gegen Rivale Viktoria Goch. In den restlichen fünf Partien der Saison holten die Klever nur noch einen Sieg gegen Aufsteiger Sportfreunde Broekhuysen.

Jedoch gab es dabei auch nur eine weitere Niederlage beim VfL Tönisberg. „Und wenn wir da nicht in der 91. Minute einen Elfmeter verschossen hätten, hätten wir einen Punkt geholt“, so von Kuczkowski. Genauso wie in der ersten Hälfte der Hinrunde das ein oder andere Spiel, etwa der knappe 1:0-Auftakterfolg gegen den späteren Herbstmeister 1. FC Mönchengladbach, glücklich gewonnen wurde, wurden manche Punkte im zweiten Teil der Hinrunde unglücklich abgeschenkt. „Daran sah man, wie eng Freude und Leid in dieser Hinrunde zusammen lagen“, sagt der Coach, für den das erste Saisonspiel gegen die Mönchengladbacher das Hinrunden-Highlight war.

Ersatzgeschwächt

Dass seine Jungs hinten raus einen kleinen Durchhänger hatten, erklärt sich von Kuczkowski mit personellen Sorgen. „Wir haben Probleme gehabt. Der Ausfall von Niklas Klein-Wiele hat uns schon beschäftigt und nicht gut getan“, so Kucze. Zudem habe man Tim Haal und Patrick Braun ebenfalls über längere Zeit ersetzen müssen. Fabian Buttgereit sowie Florian te Laak seien nicht immer bei hundert Prozent gewesen. Trotz allem überwintert der 1. FC Kleve aber mit nur zwei Punkten hinter Spitzenreiter 1. FC Mönchengladbach auf Rang zwei. „Im Großen und Ganzen können wir damit zufrieden sein. Wir sind in Schlagdistanz zu Mönchengladbach. Das ist top“, so von Kuczkowski.

Nicht zu vergessen sei schließlich, dass man mit 26 Toren aus zwölf Spielen die offensivstärkste Mannschaft stelle. „Wir haben mit der Offensive etwas, an das wir anknüpfen können“, macht der Trainer deutlich, „wir greifen unsere Gegner immer schon früh an, was aber auch dazu führt, dass unsere Gegner immer mal wieder etwas Platz bekommen,“ erklärt er weiter.

In der Rückrunde wolle man insgesamt noch etwas mehr Stabilität ins Spiel bekommen, auch mithilfe des Rückkehrers Niklas Klein-Wiele. Nach seiner schweren Verletzung möchte von Kuczkowski die Euphorie noch bremsen. „Wir werden ihn sehr behutsam wieder aufbauen und nicht von null auf hundert“, berichtet der Coach, wenngleich Klein-Wiele das Fußballspielen natürlich nicht verlernt habe.

Anders als viele von Kleves Konkurrenten in der Landesliga werden sich die Rot-Blauen in der Winterpause nicht auf dem Transfermarkt austoben. „Wir haben schon genügend Qualität in der Mannschaft, der ich vertraue“, begründet von Kuczkowski die Entscheidung. Ein Neuling dürfen die Klever Fans auf dem Bresserberg trotzdem begrüßen: Marokkaner Otman Maehouat verstärkt das Team zur Rückrunde und zeichnete sich bei seinemm Debüt im FC-Dress gegen den Uedemer SV gleich als dreifacher Torschütze aus. Von Kuczkowski sagt über ihn: „Er hat eine fußballerische Qualität. Wenn er seine Trainingsleistung auch aufs Spiel übertragen kann, könnte er eine Verstärkung sein.“ Mittlerweile haben die Rot-Blauen ihre Vorbereitung aufgenommen. Das erste Pflichtspiel steht für Kuczes Jungs am Sonntag, 8. März, bei Herbstmeister 1. FC Mönchengladbach an. Im Top-Spiel der Landesliga könnte der 1. FC Kleve sich den Platz an der Sonne zurückerobern. „Der Aufstieg wird da noch nicht entschieden“, ist sich von Kuczkowski sicher und ergänzt: „Unser Ziel ist es, lange oben mitzuspielen.“