Alemannia Pfalzdorf behält den Cup

Kleve..  Gegen 18 Uhr am Samstagabend stand fest: Bezirkligist VfB Alemannia Pfalzdorf verteidigte seinen Titel beim 26. Hallenfußballturnier des SV Donsbrüggen um den Klever Flockdruck-Cup. Im Finale hätte der Bezirksligist den Sieg gegen Liga-Konkurrent SGE Bedburg-Hau jedoch fast noch aus der Hand gegeben. Doch so kurios, wie für Pfalzdorf später das Finale lief, so kurios lesen sich auch die Ergebnisse der Blau-Weißen in der Vorrunde. Einem deutlichen 5:1-Auftaktsieg gegen die TuS Kranenburg, folgte erst mal eine 1:4-Niederlage gegen den SV Rindern. Gegen ihren späteren Finalgegner aus Hasselt hatte Pfalzdorf aber wieder mit 4:0 die Oberhand. Ein knappes 2:1 gegen Ausrichter Donsbrüggen verhalf den Blau-Weißen dann zum ersten Vorrundenplatz, punktgleich mit Konkurrent SGE, der Zweiter in der Gruppe A wurde.

Etwas spannender war es in der B-Gruppe. Hier kämpften vor vollen Rängen in der Kellener Dreichfachturnhalle hinter dem SV Nütterden, der unbesiegt mit zehn Punkten Erster wurde, gleich drei Teams um den zweiten Platz. Dank eines 5:1-Erfolges über den SV Donsbrüggen II schob sich der SV Schottheide-Frasselt auf Rang zwei und damit ins Halbfinale, in denen es Bezirks- gegen B-Liga hieß.

Die ranghöheren Teams machten in ihren Prtien ihre Klassenzugehörigkeit deutlich. Allein die Pfalzdorfer Alemannia hatte in ihrer Halbfinalpartie gegen Schottheide-Frasselt gleich drei gute Chancen innerhalb der ersten Minute. Zweimal parierte SV-Keeper Pascal Tönnissen einen Schuss von VfB-Spielertrainer Thomas Erkens, ehe der Ball im dritten Versuch am Ziel vorbeiging. Simon Olfen machte es wenig später besser und traf gleich zweimal binnen drei Minuten ins Schwarze (3., 6.). Kevin Schiller erhöhte wenig später auf 3:0 (7.). Frasselt kam durch Falk Denker nur noch auf 1:3 heran. Im zweiten Halbfinale, in dem die SGE Bedburg-Hau und der SV Nütterden gegeneinander antraten, traf Philipp Jansen für den Bezirksligisten bereits in Minute vier die Latte. Nur ein paar Sekunden später brachte Jansen die SGE dann in Front. Bedburg-Haus Spielertrainer Sebastian Kaul (5.) sowie Mathias Janßen (8.) sorgten für den 3:0-Endstand.

Nachdem es im folgenden Spiel um Platz drei zwischen Frasselt und dem SV Nütterden nach zwölf Minuten 1:1 stand, sorgte Tobias Marziniak für den Lacher des Tages: Im Neunmeterschießen legte er sich den Ball statt auf die Neunmeterbegrenzung auf die Sechs-Meter-Linie. Noch bevor er antreten wollte, bemerkte er jedoch seinen Fehler und legte den Ball die nötigen drei Meter zurück.

Doch die sicherlich ungewollte Verunsicherungstaktik funktionierte. Auch dank seines geglückten Neunmeters holte sich der SVN den dritten Platz im Turnier, mit dem Trainer Joachim Böhmer zufrieden war. „Wir haben im Halbfinale die dümmeren Fehler gemacht, so hat die individuelle Stärke gewonnen. Platz drei ist in Ordnung.“

Schnelle Führung

Im anschließenden Finale legte die Alemannia Pfalzdorf gegen die SGE Bedburg-Hau einen Blitz-Start hin: Nach nur 34 Sekunden traf Andre Kamps zur Führung. Doch diesmal konnte Pfalzdorf das Spiel nicht so deutlich gestalten. Hendrik Denissen hatte zwar noch eine Chance, die er an die Latte setzte (4.), danach wurde es jedoch auffällig ruhig. Die Hasselter witterten so ihre Chance, die sie auch nutzen sollten: Als Bedburg-Hau zehn Sekunden vor Schluss einen Freistoß zugesprochen bekam, legte Kaul diesen auf den in die Mitte stürmenden Frederic Wensing ab, der zum Ausgleich traf. Doch beim Neunmeterschießen fehlte der SGE das Quäntchen Glück. Alle drei Schüsse vergaben die Grün-Schwarzen, so dass Pfalzdorf mit wenig Mühe den Hallenfußballtitel verteidigte.