Alemannia hofft auf die Rückrunde

In der Rückrunde will die Alemannia - hier im derby gegen 1. FC Kleve II - im Abstiegskampf punkten.
In der Rückrunde will die Alemannia - hier im derby gegen 1. FC Kleve II - im Abstiegskampf punkten.
Foto: Gottfried Evers
Was wir bereits wissen
In der Bezirksliga steckt Pfalzdorf mitten im Abstiegskampf. Trainer Thomas Erkens und seineMannschaft behalten den Klassenerhalt im Auge.

Kleve..  Bezirksligist VfB Alemannia Pfalzdorf blickt auf eine turbulente Hinrunde zurück. Mit 16 Punkten aus 16 Spielen überwintert die Mannschaft mitten in der Abstiegszone. Für Aufruhr sorgte vor allem der Rücktritt von Spielertrainer Peter Franke in dessen dritter Saison als Pfalzdorfer Chefcoach: Nach sechs Spieltagen nahm Franke seinen Hut mit der Begründung, er sehe seine taktischen Anweisungen von einigen Stammspielern nicht mehr ausreichend befolgt. Logische Konsequenz sei es gewesen, den Platz schweren Herzens für einen neuen Trainer freizumachen, so Franke, der die Mannschaft 2013 zum Aufstieg geführt hatte.

Einen Nachfolger fanden die Alemannen schnell in den eigenen Reihen: Nach kurzer, aber solider Interims-Trainerschaft von Christian Offermanns und Uli Kropmanns übernahm Thomas Erkens den Posten. Erkens hatte in der Vorsaison sein Amt als Trainer der SV Bedburg-Hau niedergelegt und war zur laufenden Saison zu seinem Heimatverein Alemannia Pfalzdorf zurückgekehrt. „Die Hinrunde war für uns sehr turbulent. Eine Mannschaft braucht Zeit, um sich auf einen neuen Trainer einzustellen, aber die hatten wir nicht“, so der Coach. „Hinzu kommen die vielen Verletzten. Ich habe bisher noch nie erlebt, dass so viele Stammspieler verletzungsbedingt ausfallen. So hatte Peter sich das nicht vorgestellt und so habe auch ich mir das nicht vorgestellt“, sagt Erkens und denkt dabei an Spielführer Bastian Engler, Andre Kamps, Timo Auschner, Danny Gerrits und zahlreiche weitere Ausfälle. „Wenn so viele Leistungsträger fehlen, dann lässt sich das nicht so einfach kompensieren.“

Vier Punkte aufholen

Das Ziel für die Rückrunde haben die Pfalzdorfer klar formuliert: Klassenerhalt, nicht mehr, nicht weniger. „Um sicher in der Klasse zu bleiben, braucht man am Ende vermutlich 40 Punkte. Wir haben jetzt 16, die fehlenden vier aus der Hinrunde müssen wir in der Rückrunde aufholen“, gibt Erkens den Ernst der Lage zu verstehen. „Wir müssen uns also steigern. Ich glaube aber, dass wir die Qualität haben, um die Klasse zu halten. Das schaffen wir aber nur, wenn wir noch enger zusammenrücken und unsere Stärke, die Kameradschaft, bei jedem Spiel in die Waagschale werfen.“

Zudem bleibt die Hoffnung, dass die Verletzungsmisere, die den Pfalzdorfern auch schon in der ­vergangenen Saison zu schaffen machte, endlich abklingt. Keine ­unbegründete Hoffnung – denn nachdem Andre Kamps an den ­vergangenen Spieltagen bereits wieder Einsätze absolvieren konnte, befindet sich auch Simon Bartjes auf dem Wege der Besserung. Ob Kapitän Bastian Engler zur Rückrunde wieder fit wird, ist noch nicht abzusehen – Erkens hält dessen Teilnahme an der Vorbereitung und eine Rückkehr zur Rückrunde aber nicht für ausgeschlossen. Mit Timo Auschner kehrt zudem ein weiterer wichtiger Mann auf der Sechserposition nach studienbedingtem Auslandsaufenthalt zurück. Philip Mildenberger kommt vom SV Siegfried Materborn zurück, außerdem will Erkens die erfolgreichen A-Jugendlichen weiterhin Schritt für Schritt an den Seniorenbetrieb heranführen. Am 20. Februar beginnt für die Pfalzdorfer dann der Ligabetrieb zu Gast beim Uedemer SV – der Beginn eines langen Abstiegskampfes.