1. FC Kleve kann Historisches schaffen

Was wir bereits wissen
Heute und morgen steigt die 27. Auflage der Hallenfußball-Kreismeisterschaft in der Gelderner „Bollwerk-Halle“. Der 1. FC Kleve geht als Titelverteidiger ins Rennen und peilt einen Rekord an. Broekhuysen wird als Mitfavorit gehandelt.

Kreis Kleve..  An diesem Wochenende könnte ein neues Kapitel in der Geschichte der Hallenfußball-Kreismeisterschaft geschrieben werden, die heute und morgen in der Gelderner Sporthalle „Am Bollwerk“ ausgetragen und vom GSV Geldern ausgerichtet wird. Bisher ist es nämlich noch keiner Mannschaft gelungen, den prestigeträchtigen Titel dreimal in Folge zu gewinnen. Der 1. FC Kleve könnte das am Sonntagabend schaffen. „Das ist für uns schon Motivation genug“, sagt Kleves Coach Thomas von Kuczkowski. „Aber bis dahin ist es ein extrem langer Weg. Bei den Stadtmeisterschaften haben wir auch erst im Neunmeter-Schießen gegen Donsbrüggen den Titel geholt“, sagt er und verspricht, mit einer schlagkräftigen Truppe anzureisen – wie im Vorjahr, als die Mannschaft im Finale gegen Broekhuysen triumphierte.

Die Sportfreunde haben indes den Landesliga-Aufstieg geschafft und kennen Kleve nun auch außerhalb der Halle. SFB-Trainer Marc Kersjes gibt zu, „dass es schön wäre, wenn wir den Titel holen könnten.“ Allerdings merkt er auch an, dass Vorhersagen für Hallenspiele sehr schwierig seien. „Wir werden mit viel Spaß ins Turnier gehen und wollen dabei auch alles rausholen.“ Bei bisher zwei Teilnahmen der Sportfreunde sprang jeweils der zweite Platz heraus. Deshalb verwundert es auch nicht, dass das Kersjes-Team bei so manchem Trainerkollegen als Favorit bezeichnet wird. Das lässt den Coach allerdings kalt: „Das finde ich schon sehr weit hergeholt. Es gibt so einige Hausmarken, die wir erstmal schlagen müssen“, erklärt Kersjes. Dennoch hat seine Truppe schon beim Straelener Mitternachtsturnier bewiesen, dass sie in der Halle auch zu den Hausmarken gehört. Dabei hatte Mark Schmalz als Feldspieler im Tor eine super Figur gemacht. Dieses Mal wird voraussichtlich Hendrik Linnenberg im Kasten stehen.

Hö./Nie. will ins Halbfinale

„Schorsch“ Mewes, Coach des SV Hö./Nie., formuliert die Ziele des Oberligisten schon deutlicher: „Das Halbfinale muss auf jeden Fall drin sein. Wir treten wieder mit einer U23-Truppe an, die die Sprossenwände nur so wegschießen wird“, verspricht Mewes, der als Vereinsvertreter auf der Tribüne Platz nehmen wird und auf der Trainerbank von Heinrich Losing und Daniel Beine vertreten wird. 2014 musste sich Hö./Nie. mit Platz Fünf begnügen und hatte in der Vorrunde alles andere als gut ausgesehen. „Wir nehmen die Sache schon ernst, aber der Spaß steht im Vordergrund.“

Ähnlich sieht es Straelens Trainer Sandro Scuderi. „Wir wollen einfach gut knickern und Spaß haben.“ Das Ziel laute, sich zu verbessern. „Als Drittplatzierter 2014 bedeutet das für uns in diesem Jahr ganz klar: Endspiel. Aber ein Sparziergang wird das nicht“, ist er sich sicher. Das Halbfinale wäre auch für den TSV Wachtendonk-Wankum eine tolle Sache, immerhin verpasste sie im Vorjahr den Einzug in die Runde der letzten Vier nur knapp. Trainer Wilfried Steeger bleibt auf dem Teppich: „Wir wollen so erfolgreich wie möglich spielen. Da wir in einer schweren Gruppe sind, kann es auch schnell wieder zu Ende sein“, warnt er. „Wenn wir ins Halbfinale wollen, müssen wir schon gegen Kleve oder Hö./Nie. gewinnen.“

Harte Vorrunde für Viktoria Goch

Auch Viktoria Goch hat sich vorgenommen, mindestens aufs Treppchen zu kommen. Nach zwei vierten Plätzen in den vergangenen beiden Jahren wäre das schon ein Erfolg. „Die Vorrunde wird aber nicht einfach. Immerhin müssen wir gegen Straelen und Broekhuysen spielen. Und gegen Broekhuysen haben wir nun auch schon zweimal verloren. Ein drittes Mal sollte uns das nicht passieren“, fordert Gochs Co-Trainer Andreas Bergmann. „Und wenn wir schon teilnehmen, wollen wir am Sonntag nicht im unteren Paarkreuz spielen.“

Die Zweitvertretungen aus Kleve und Straelen gehen es verhaltener an. „Wir wollen uns nicht abschießen lassen . Mit Broekhuysen haben wir einen starken Gegner in unserer Gruppe“, so Detlev Remmers, Trainer der Klever, die für den ursprünglich gesetzten SV Hö./Nie. II nachrückte. „Das ist ’ne schöne Sache. Wir freuen uns auf das Turnier.“ Das Hauptziel des SV Straelen II ist es, sich nicht zu blamieren und „das Ding irgendwie zu schaukeln“, so Interimstrainer Marcel Peters, der selbst mitspielen wird. „Wir gehen die Sache locker an, werden uns jedoch nicht abschlachten lassen. Das sollten wir hinkriegen.“