Zwölfer-Rotation soll ein Trumpf sein

Nach dem Sieg in eigener Halle treten die Kangaroos zuversichtlich in Dresden an.
Nach dem Sieg in eigener Halle treten die Kangaroos zuversichtlich in Dresden an.
Foto: IKZ

Iserlohn..  Zweiter Akt im Play-off-Viertelfinale der 2. Bundesliga Pro B für die NOMA-Basketballer. Zum Rückspiel gegen Dresden geht das Team von Trainer Matthias Grothe auf große Fahrt nach Sachsen.

Dort, in der 3000 Zuschauer fassende Margon-Arena, dürfte die Kangaroos ein heißer Tanz erwarten, denn der Vierte der Nordstaffel ist ausgesprochen heimstark, hat in der Hauptrunde nur gegen Rostock und Recklinghausen verloren. Nicht zuletzt deshalb reicht Grothe die Favoritenrolle an die Gastgeber weiter, schränkt aber ein: „Die haben ganz sicher den größeren Druck, stehen mit dem Rücken zur Wand und müssen unbedingt gewinnen. So etwas hat natürlich auch einen Einfluss.“

Nach den Erfahrungen aus dem Hinspiel hat der Trainer das taktische Repertoire erweitert. Vor allem Center Tyrna und Spielmacher Aud sollen enger markiert werden. Sie sollen zu schwierigen Würfen gezwungen werden. „Außerdem müssen wir besser beim Rebound sein. Da hatten wir vor allem in der ersten Halbzeit Probleme“, fordert Grothe gesteigerte Aufmerksamkeit von seinen Spielern.

In die Karten spielt den Iserlohnern die Tatsache, dass Niklas Geske und Moritz Krume vom Kooperationspartner Phoenix Hagen mitwirken können, was eine Zwölfer-Rotation ermöglicht. Und genau die soll einer der Trümpfe sein. Schon im ersten Vergleich wurde deutlich, dass die tiefere Iserlohner Bank gegenüber den mit nur sieben Akteuren operierenden Gästen einen Vorteil brachte.

„Ich bin mir auch sicher, dass wir nicht mehr so viele individuelle Fehler machen werden wie im Hinspiel“, sagt Grothe. Gelingt das, ist er guter Dinge, schon am Samstag den Einzug ins Halbfinale perfekt machen zu können.

Große Zuversicht herrscht aber auch bei den Gastgebern. Die haben sich bereits bei den Waldstädtern nach einem Hotel erkundigt und würden zu einem dritten Spiel bereits am Montag anreisen.

Bei den Heimischen bleibt man dagegen der Linie treu. Erst am Samstag fährt die Mannschaft zum Spiel. „Das war für uns noch nie ein Problem, und deshalb wird es auch diesmal nicht anders sein“, ist Grothe überzeugt, und weiter: „Die Spieler sind jung und verkraften auch längere Anfahrten hervorragend.“
Dresden Titans - NOMA Iserlohn
Sa., 19.30 Uhr, Margon-Arena
NOMA-Kader: R. Dahmen, Schwarz, J. Dahmen, Geske, Grof, Jackman, Keßen, Rostek, Reuter, Kavanaugh, Krume, Opitz.
Die bisherigen Play-off-Resultate: NOMA: 73:70 (H) Dresden, 70:68 (A) Braunschweig, 76:69 (H) Braunschweig. - Titans: 70:73 (A) Iserlohn, 62:60 (H) Karlsruhe, 66:68 (A) Karlsruhe, 86:71 (H) Karlsruhe.