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Zweite Westfalenmeisterschaft im Visier

22.02.2012 | 16:46 Uhr
Zweite Westfalenmeisterschaft im Visier
Tom Schneider ist einer der Leistungsträger der HTV A-Jugend.

Iserlohn. (wasi)Er gilt als großes Talent und stellte dies am letzten Samstag mit einer herausragenden Leistung im A-Jugend-Topspiel der HTV-Handballer gegen Nettelstedt wieder einmal unter Beweis. Mit 13 Toren aus dem Feld war Tom Schneider der Akteur, der der Partie beim 39:26-Erfolg der Sundwig/Westiger den Stempel aufdrückte.

Für den 18-jährigen Mendener, der gerade sein Abitur am Walburgis Gymnasium macht, ist es nicht das erste Mal, dass er den Westfalentitel anpeilt, denn schon im letzten Jahr kam er mit diesem Team zu Meisterehren. Darüber hinaus gab es auch schon einige Einsätze in der ersten Mannschaft - vor allem in der Serie 2010/11, als er u.a. im Punktspiel in Halden an der Seite Mark Dragunski und Stefan Krebietke Akzente setzte.

Derzeit befindet er sich dagegen ebenso wie andere Talente aus dem Nachwuchs bei den Herren in der Warteschleife, weil dort häufig auf gestandene Akteure gesetzt wird - ein Umstand, der Schneider durchaus zum Nachdenken angeregt hat. „Natürlich hoffe ich unter dem neuen Trainer Hans-Peter Müller auf eine Perspektive beim HTV“, sagt der 1,90 m große Rückraumspieler, doch er würde sich auch Angeboten von höherklassig spielenden Klubs nicht verschließen, wenngleich er weiß, dass er sich dort sicher hinten anstellen muss.

Zunächst gilt seine volle Konzentration erst einmal der A-Jugend, wo der Titel auch rechnerisch noch perfekt gemacht werden muss. Danach stehen die Abiturprüfungen im Mittelpunkt, und so ganz nebenbei läuft auch noch die berufliche Orientierung. Erste Schritte sind bereits getan. „Ich habe mich bei der Polizei beworben, und die ersten beiden Einstellungstage sind gut gelaufen“, erzählt Schneider. Als Alternative sieht er ein Lehramtsstudium in den Fächern Sport, Biologie oder Erdkunde.

Den Wechsel zum HTV hat der Sohn des ehemaligen Letmather Oberliga-Handballers Matthias Schneider bislang nicht bereut. Begonnen hatte er bei der HSG Menden/Lendringsen, wo er als 92er Jahrgang aber stets ein Einzelkämpfer war und immer in Mannschaften des älteren Jahrgangs spielen musste. Das änderte sich mit dem Wechsel nach Hemer, wo es eine Mannschaft seiner Altersstufe gab, die in ihrer Zusammensetzung bis heute besteht.

Mit dem Handball, da ist sich Tom Schneider sicher, hat er die richtige Sportart gefunden. „Als Fünfjähriger habe ich mit Fußball beim BSV Lendringsen angefangen, doch als es beim dritten Training geregnet hat, bin ich zum Handball gegangen. Das war eine gute Entscheidung“, so der stets unaufgeregt wirkende Youngster, der über die besondere Fähigkeit verfügt, im entscheidenden Moment mit bemerkenswerten Leistungen zu überzeugen.

Markus Wassmuth

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