Zwei rote Karten trübten Dröschedes Dreier
15.11.2009 | 20:00 Uhr 2009-11-15T20:00:00+0100
Dröschede. Der verdiente Dreier für Borussia Dröschede gegen Aufsteiger Waltrop geriet fast zur Nebensache. Angesichts zwei roter Karten in der Schlussphase gegen die Gastgeber gab es nach Spielschluss nur ein Thema.
Fussball-Westfalenliga: Borussia Dröschede - Teutonia Waltrop 3:0 (2:0). Auch wenn es an der Berechtigung der beiden Feldverweise keinen Zweifel gab, standen Schiedsrichterin Rath und ihre beiden Assistenten heftig in der Kritik. Gröbste Fouls und Trikothalten waren der Spielleiterin nur in den seltensten Fällen überhaupt einen Freistoßpfiff wert. Garniert wurde der katastrophale Auftritt der Unparteiischen durch das angebliche Abseitstor von Kaya kurz nach der Pause, der eine Flanke direkt verwandelt hatte. Warum dieser Treffer nicht zählte wird das Geheimnis des Mannes an der Fahne bleiben.
Umso schlimmer war es, dass sich El Youbari befleißigt fühlte, einen weiteren Winker des Linienrichters zu kommentieren (89.). Dass er ihm anschließend noch sein Trikot vor die Füße warf, quittierte Rath umgehend mit der Ankündigung eines Sonderberichtes. Fast noch dümmer war aber anschließend das Foul von Hegemann, das ihm in der Nachspielzeit ebenfalls „Rot” einbrachte.
Spätestens hier stellte sich die Sinnfrage, denn der Sieg der Borussen war trotz allenfalls durchschnittlicher Leistung längst in trockenen Tüchern. Mit zunächst hundertprozentiger Chancenverwertung hatten Tabanoglu und Zejnullahu per Kopf nach einer Ecke die Gastgeber 2:0 in Führung gebracht (2./31.). Dazwischen lag viel Stückwerk. Waltrop zerstörte, war in der Wahl der Mittel nicht zimperlich, doch teilweise brutale Fouls der Gäste ignorierte Andrea Rath beharrlich.
Ein Feuerwerk brannte der Aufsteiger auch nach der Pause nicht ab. Nach Kayas nicht gegebenem Treffer (49.) meldete sich Zejnullahu noch einmal. Sein Schuss (60.) landete aber ebenso am Pfosten wie sein Kopfball (61.). In diesen Situationen ließen die Dröscheder aber ihr fußballerisches Vermögen aufblitzen. Das galt auch für jene Kombination, an deren Ende Petkovic goldrichtig stand und zum 3:0 abstaubte (78.).
Zwischenzeitlich hatte es in einer durchweg harten Partie auch die erste gelbe Karte gegeben - bezeichnenderweise für eine Äußerung eines Gästespielers. Eine Torchance verbuchten die Gäste dann nach 82 Minuten durch Vollands Kopfball. Nach Öztürks fulminantem Schuss aus 20 Metern geriet schließlich der Sport in den Hintergrund. Über die Gründe für ihre Ausraster können El Youbari und Hegemann nun in aller Ruhe nachdenken.
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