Yorks Fehler war für die Roosters entscheidend
20.01.2012 | 23:01 Uhr 2012-01-20T23:01:00+0100
Nürnberg. Die Iserlohn Roosters mussten auswärts gegen die Nürnberg Ice Tigers eine 2:3-Niederlage nach Verlängerung hinnehmen. Nach einem sehr schwachen Auftakt konnte sich das Team im zweiten Abschnitt steigern, scheiterte aber immer wieder an Nürnbergs Torwart Ehelechner.
13 Sekunden vor dem Ende der Verlängerung beendete Ex-Rooster Paul Traynor die Siegesserie des IEC mit einem allerdings umstrittenen Treffer. Denn die Iserlohner waren überzeugt, dass die Scheibe per Hand über die Linie geschoben wurde.
Thomas Sabo Ice Tigers - Iserlohn Roosters 3:2 n. V. (1:0, 1:1, 0:1). Nürnberg kam besser ins Match und dominierte den ersten Durchgang gegen zunächst harmlose Roosters. Vitalij Aab hatte schon in der zweiten Minute die erste Chance, scheiterte aber an Sébastien Caron. Der musste schon früh hinter sich greifen. Denn bereits nach gut sechs Minuten erzielte Greg Leeb die Führung. Auf Vorlage von Ryan Bayda, der nach überstandener Achillessehnenverletzung sein Saisondebüt gab, überwand der Center den IEC-Goalie mit einer Direktabnahme, hatte aber Glück, dass sich der Puck nach einer Bogenlampe über Carons Schulter ins Tor senkte.
Die erste nennenswerte Aktion der Gäste erspielte sich Jeff Giuliano, der aber an Patrick Ehelechner scheiterte (8.). Insgesamt hatten die Franken weiterhin mehr vom Spiel, jedoch Pech, als eine weitere Bogenlampe, diesmal von Björn Barta bei Überzahl, auf dem Tor landete. Und es blieb beim Chancenplus der Hausherren. Seine beste Tat zeigte Caron, als er gleich zweimal in Folge gegen Dusan Frosch und Aab klärte (18.). Den Ausgleich hatte kurz vor der Pause Michael Wolf auf dem Schläger.
Roosters dominierten den zweiten Abschnitt
Der zweite Abschnitt wurde dann von den Sauerländern dominiert. Dave Spina untermauerte nach nur 21 Sekunden den Ehrgeiz. Wenig später gelang schon der Ausgleich. Nach schneller Kombination vergab Mike York seine erste Schusschance, doch Wolf setzte nach, bediente York, und diesmal traf der Mittelstürmer (23.). Jetzt waren die Gäste im Spiel. Weitere gute Möglichkeiten gab es bei zwei Überzahlspielen. Doch immer wieder scheiterten die Blau-Weißen an Ehelechner oder verzogen knapp, wie Wolf, der aus vollem Lauf abzog (31.).
Von Nürnberg war offensiv nun wenig zu sehen. Erst drei Minuten vor der zweiten Pause wurde Caron wieder ernsthafter geprüft, mit der Maske klärte er gegen Barta. Wie ein Blitz aus heiterem Himmel fiel die erneute Führung der Nürnberger. Als sich der IEC nicht befreien konnte, nutzte Martin Walter den Raum, fand Youngster Yasin Ehliz, der eiskalt vollstreckte. Direkt im Anschluss scheiterten Tobias Wörle und Wolf, so dass es erneut mit einem Rückstand in die Pause ging.
Beste Möglichkeit noch in der regulären Spielzeit hatte Hackert
Brenzlig begann das letzte Drittel, als der IEC fast eine Minute mit zwei Spielern weniger agieren musste. Aber diese Phase wurde gut überstanden. Und den Iserlohnern gelang wenig später der erneute Ausgleich. Unmittelbar nach Ende eines Powerplays setzte Jeff Giuliano nach (47.). Danach verlief das Spiel weitgehend ausgeglichen. Die beste Möglichkeit hatten kurz vor Ende der regulären Spielzeit Michael Hackert, der bei Nürnberg im Gespräch sein soll, und Mike York.
In der Verlängerung besaßen die Gastgeber, auch dank einer Überzahl, gute Chancen, scheiterten aber ebenso an Caron wie Hackert auf der Gegenseite an Ehelechner, als er von der Strafbank kam. Doch ein Scheibenverlust von York besiegelte 13 Sekunden vor dem Ende die Niederlage.
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