"Wille der Mannschaft gab den Ausschlag"
20.06.2007 | 08:29 Uhr 2007-06-20T08:29:23+0200Iserlohn. (wasi) Der Sprung erscheint sehr groß und das Zögern war daher verständlich. Die Wasserballer des Schleddenhofer SV haben sich jedoch jetzt entschieden und nehmen als Oberliga-Meister den Sprung in die 2. Liga wahr.
"Ausschlaggebend war der Wille der Mannschaft. Sie haben sich ohne die Trainer zusammengesetzt und diese Entscheidung getroffen", erläutert Wolfgang Panne, der auch zukünftig mit seinem Kollegen Andreas Steller das Team betreuen wird, das Prozedere. Realistisch betrachtet, gab es für die Akteure sicherlich mehr Gründe, vor der Herausforderung der zweithöchsten deutschen Spielklasse zu kapitulieren als das Abenteuer zu wagen. Angefangen von der schmalen personellen Besetzung bis hin zum deutlich höheren Trainingsaufwand hätte es genügend Alibis gegeben. "Die Mannschaft will und wir wären schlecht beraten, uns dagegen auszusprechen", sagt Coach Panne, der als mahnendes Beispiel allerdings auf den alten Rivalen aus Dortmund verweist. Der hatte bis zum vorletzten Spieltag nur einen Punkt geholt und zog die Mannschaft dann sogar ganz zurück.
So soll es den Schleddenhofern, die damit die höchste Spielklasse in der Vereinsgeschichte erreicht haben, natürlich nicht ergehen, wenngleich der personelle Rahmen bislang alles andere als optimal ist. Dennis Bormann und Jan Steller stehen aus beruflichen Gründen allenfalls sporadisch zur Verfügung, während Andreas Peters in den USA studiert und überhaupt nicht mitwirken kann. Demgegenüber steht mit Oliver Tobi (zuletzt inaktiv, davor Hohenlimburg) bislang nur ein Rückkehrer auf der Habenseite. Wolfgang Panne will sich zwar noch um weitere Neuzugänge bemühen, doch fehlen ihm bislang noch entsprechende Kandidaten.
Unter diesen Voraussetzungen kann es für den Klub natürlich nur um den Klassenerhalt gehen. In einer Liga, in der mit dem ehemaligen Rekordmeister Rote Erde Hamm oder Erstligaabsteiger Bochum sehr viele starke Gegner zu finden sind, wird das alleine schon zur großen Herausforderung. Doch Wolfgang Panne sieht neben Mitaufsteiger Bocholt auch einige Mannschaften vom Tabellenende, von denen die Iserlohner leistungsmäßig nicht weit entfernt sein dürften. "Wir haben in der ganzen Saison nur sieben Punkte abgegeben. Somit sind wir auch zurecht aufgestiegen", betont Panne noch einmal. Mit den ehemaligen Bundesligaspielern Volker Reiling und Carsten Dorn kann er zudem auf erfahrene Kräfte setzen. Letztgenannter, der für die Fitness der Mannschaft und die Nachwuchsarbeit beim ISSV verantwortlich zeichnet, streicht aber auch noch einen weiteren Aspekt heraus. Sollte es mit dem Klassenerhalt nichts werden, hätten die jungen Spieler zumindest die Chance, reichlich Erfahrungen zu sammeln.
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