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„Westhofener Kreiswechsel ist hanebüchen“

29.06.2012 | 16:34 Uhr
„Westhofener Kreiswechsel ist hanebüchen“
Der Kreivorstand ehrte die Aufsteiger und Meister.

Iserlohn. 90 Minuten dauerte die turnusmäßige Arbeitssitzung des Kreisfußballausschusses am Donnerstagabend, die ganz im Zeichen von Ehrungen und kritischen Ausführungen des stellvertretenden Kreisvorsitzenden Andreas Joswig zur jüngsten Entwicklung im Fußballkreis Iserlohn stand.

Der Koordinator Spielbetrieb und A-Liga-Staffelleiter Horst Reimann ehrte die Meister im heimische Fußballkreis: TuS Holzen-Sommerberg, SV Deilinghofen/Sundwig, SC Hennen II, TuS Iserlohn III und SF Oestrich-Iserlohn III. Ebenfalls aufgestiegen (in die B-Liga) sind SV Deilinghofen/Sundwig II, Vatanspor Hemer II, SG Grüne II und die Iserlohner Turnerschaft sowie der TSV Ihmert als A-Liga-Aufsteiger im Entscheidungsspiel gegen die SG Grüne.

Die Thematik rund um den dritten Aufsteiger in die Kreisliga A nahm der Fußballausschuss-Vorsitzende Andreas Joswig zu einem Rundumschlag gegen die heimische Presse zum Anlass. Lobende Worte fand der Kreisschiedsrichterobmann hingegen für den souveränen Landesliga-Meister Borussia Dröschede und Alen Terzic, der weit über die Kreisgrenzen hinaus für seine engagierte Trainerarbeit bekannt sei. Auch die Jugendarbeit der Borussen, mit dem Höhepunkt des Landesliga-Aufstieges der C-Jugend (dritter Vertreter neben den SF Oestrich-Iserlohn und dem BSV Menden), fand seine Anerkennung. Kritisch beleuchtete Joswig die Entwicklung der Mitgliederzahlen am Beispiel der SF Oestrich-Iserlohn. Während er die Verdopplung der Mitgliederzahl beim SC Hennen auf über 1200 hervorhob, habe bei den SF Oestrich-Iserlohn eine Halbierung auf 660 stattgefunden. Die Ursache sieht Joswig im Angebot beim Freizeit- und Breitensport. Nachdenklich machte den stellvertretenden Kreisvorsitzenden auch der Rückzug der SF Oestrich-Iserlohn II, zumal es eine sehr erfolgreiche Jugendarbeit gebe.

In seiner Funktion als Kreisschiedsrichterobmann hob er insbesondere den Aufstieg von Jörn Schäfer in die Regionalliga hervor. Rekordverdächtig, dass auf westfälischer Ebene der heimische Kreis 40 Prozent der höherklassig aktiven Schiedsrichter stellt. Weniger erfreulich sei die drastische Erhöhung des Ordnungsgeldes bei Nichterfüllung des Schiedsrichtersolls.

Ein Schwerpunkt in Joswigs Ausführungen war die Umgruppierung des VfB Westhofen von Iserlohn nach Dortmund. Dem Iserlohner Kreisvorstand wurde lediglich die Kopie des Schreibens des FLVW, das an den VfB Westhofen gegangen war, von den Schwertern zugestellt. Joswig geht davon aus, dass dies eine Retourkutsche des Dachverbandes für die kritische Haltung des Fußballkreises Iserlohn zur abgelehnten Kreisstrukturreform sei. Darüber hinaus sei die Begründung für den Westhofener Kreiswechsel (Fahrtstrecken) „hanebüchen.“

Der Verlust konnte durch die Zuwächse Fortuna Iserlohn, SC Oestrich und MSV Iserlohn II aufgefangen werden, so dass Horst Reimann den Idealfall von fünf 16er-Ligen präsentieren kann. Die Meisterschaftssaison startet am 2. September, eine Woche zuvor steigt die erste Runde des Kreispokals.

Frei nach Friedrich Schiller „der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, jetzt kann ich gehen“, verabschiedete sich Siegfried Kröger, der 28 Jahre Staffelleiter war. Dieter Woltermann übernimmt jetzt beide B- und C-Ligen.

Von Stefan Borgmann

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