Werben um breite Zustimmung
13.12.2011 | 17:29 Uhr 2011-12-13T17:29:00+0100Iserlohn. (wis) Die Spannung steigt. Am Donnerstag werden die Weichen für den Iserlohner Fußball definitiv neu gestellt - unabhängig davon, ob die von den Vorständen der SF Oestrich-Iserlohn, von Borussia Dröschede und TuS Iserlohn angestrebte Fusion gelingt oder nicht.
In den drei Vereinen laufen die Vorbereitungen auf die Mitgliederversammlungen, die jeweils um 19.30 Uhr im Gemeindehaus in Oestrich sowie in den Klubheimen auf der Emst und am Hemberg beginnen. In Dröschede, wo mit Störfeuer der Fusionsgegner gerechnet wird, soll Peter Marker als Moderator für eine sachliche Diskussion sorgen. Der Borussen-Vorstand will ein geheimes Votum vorschlagen, erwartet aber einen Antrag für eine offene Abstimmung. Diese soll gegen 21 Uhr stattfinden, wobei durch eine Telefonkonferenz gewährleistet sein soll, dass an den drei Orten zeitgleich zur Entscheidung geschritten wird. Die Vorstände sind sich einig, dass den Wortmeldungen der Mitglieder Grenzen gesetzt werden müssen, um die Diskussion nicht ausufern zu lassen.
In Oestrich wird zunächst der Vorstand darlegen, wie notwendig diese Fusion für die Sportfreunde ist. Auf der bereits vorliegenden Rednerliste stehen auch Personen, die dem Lager der Fusionsgegner zugeschrieben werden, aber SFO-Vize Ralf Schamp ist dennoch zuversichtlich, dass die notwendige Mehrheit von 75 Prozent der stimmberechtigten anwesenden Mitgliedern erreicht wird. „Die Erkenntnis wächst, dass es für Oestrich der richtige Schritt ist.“
Der zweite Vorsitzende hat angekündigt, sein Amt im Falle des Scheiterns umgehend aufgeben zu wollen. „Wenn Oestrich die Fusion nicht will, wird das weitreichende Konsequenzen für den Verein haben.“ Genauso will auch Bernd Krehle, der Abteilungsleiter der TuS-Fußballer, vorgehen. „Ich habe zweieinhalb Jahre für diese Fusion gearbeitet. Wenn die beim TuS nicht mehrheitsfähig ist, müssen andere Leute die Vorstandsarbeit machen.“ Krehle hofft jedoch auf breite Zustimmung.
In Dröschede gibt es keine Rücktrittsankündigungen für den Fall, dass die Fusionshürde von 80 Prozent „pro“ nicht genommen wird. Sollte es aber bei der Versammlung zu Anfeindungen kommen, werde man das weitere Engagement aber überdenken müssen, so die bei der gemeinsamen Abschlussbesprechung anwesenden Vorstandsmitglieder Guido Knitter, Volker Alameddine und Oliver Merz.
Reger Gebrauch wurde und wird in allen Vereinen von der Briefwahlmöglichkeit gemacht. Die Auszählung soll parallel zu den Abstimmungen an den jeweiligen Veranstaltungsorten erfolgen.
23:32
Mich wundert es ja schon, dass der Dröscheder Vorstand eine geheime Wahl vorschlägt.
Warum ? Muß ein Schelm sein, wer böses dabei denkt.