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Weltcupsieger Altdorf (CH) gewinnt 10. Waldstadtpokal des RC Pfeil Iserlohn

03.11.2008 | 17:26 Uhr
Weltcupsieger Altdorf (CH) gewinnt 10. Waldstadtpokal des RC Pfeil Iserlohn

Iserlohn. Einmal mehr tummelte sich die europäische Radball-Elite am ersten Novemberwochenende in der Heidehalle. Im Domizil des RC Pfeil 07 waren gleich zehn Spitzenteams aus Deutschland, der Schweiz, Österreich und Belgien zu Gast, um ihre Kräfte im „Preis der Waldstadt Iserlohn” zu messen.

Der ging am Ende an die Eidgenossen aus Altdorf, die sich im Endspiel gegen Obernfeld mit 3:1 durchsetzten. Der WM-Vierte krönte damit eine überaus erfolgreiche Woche. Der dritte Rang wurde im Viermeterschießen ermittelt und ging nach einem 2:1 gegen Überraschungs-Halbfinalist Großkoschen an den Vizeweltmeister auf Eberstadt. Allerdings wurde das Duo verletzungsbedingt kurzfristig gesprengt. Ein Feldspieler aus Hechtsheim sprang ein.

Hochkarätig war das Feld dennoch, und das bekamen auch die beiden Iserlohner Teams zu spüren. Weder die in der vermeintlich leichteren Gruppe II agierende Zweitvertretung mit Heiko Cordes/Patrick Sinnen, noch Iserlohn I mit Axel Schön/Daniel Endrowait kamen über den vierten Vorrundenplatz hinaus. Für die „Erste” ging es gleich mit einem 1:5 gegen Obernfeld los. Es folgte das 5:9 gegen Altdorf. Zwar brachte das 7:2 gegen Ailingen neue Hoffnung, doch die 5:9-Schlappe gegen Junioren-Europameister Stein bedeutete das vorzeitige Aus. In einem bedeutungslosen Spiel wurde zum Abschluss Gärtringen (mit dem Iserlohner Turnierorganisator Lars Wegmann) 5:2 bezwungen.

Nicht besser erging es Cordes/Sinnen. Dem 3:3 gegen die Belgier aus Gent folgte das 3:9 gegen Eberstadt. Zweitligist Großkoschen wurde 4:3 besiegt und gegen Leeden gab es ein 9:4. Den zum Halbfinaleinzug nötigen Sieg gegen Höchst aus Österreich verpasste man beim 3:3.

Erneut sehr zufrieden zeigte sich Lars Wegmann mit dem Turnier. Sportlich landete er zwar nur auf Rang fünf in der Vorrunde, doch die Anspannung bei seinem zehnten und letzten Turnier in verantwortlicher Rolle war selbstverständlich groß. „Man ist immer erleichtert, wenn alles geklappt hat und alle zufrieden sind”, sagte der Routinier, der die Organisation nun in die Hände von Heiko Cordes und Daniel Endrowait legt.

In der gut gefüllten Heidehalle sorgte der Vizeweltmeister im Kunstradfahren, Michael Brugger aus Ailingen am Bodensee, für ein zusätzliches Highlight. Mit schier unglaublicher Akrobatik auf zwei Rädern verdiente er sich den Applaus der Zuschauer. Zusammen mit den Radballern und den Fans feierte die eingeschworene Gemeinschaft schließlich bis in den Morgen einen gelungenen Waldstadtpokal 2008.

Markus Wasmuth

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