Wechselprobleme kosteten DM-Qualifikation

Bei den Westfälischen Hallenmeisterschaften der U18
Bei den Westfälischen Hallenmeisterschaften der U18
Foto: IKZ

Dortmund/Iserlohn..  Das war ein echtes Ausrufezeichen! Laura Olbrich, Sprint-Ass vom TV Deilinghofen, sicherte sich am Samstag bei den westfälischen Hallenmeisterschaften der Leichtathleten in Dortmund als Siegerin des ersten von fünf Zeitendläufen den Titel über 200 m der Klasse U18.

„Sie ist trotz ihrer Trainingspause aktuell schon deutlich stärker als vor einem Jahr“, verwies Trainer Christian Breitbach auf die Steigerung um 0,43 Sekunden gegenüber dem Hallenauftakt und die starke Endzeit von 25,48, mit der sie sich auch für die deutschen U20-Hallenmeisterschaften qualifizierte. In der DLV-Bestenliste rangiert sie derzeit in der U18 über 200 m auf Platz sechs. Lisanne Faber vom LAZ Iserlohn wurde in 27,80 Sekunden nach überstandener Erkältung Zwölfte.

Über 60 m unterbot Laura Olbrich mit 7,99 bereits im Vorlauf die magischen Acht-Sekunden-Grenze. Im ersten von zwei Endläufen legte sie noch einmal zu und wurde in 7,91 Sekunden (ebenfalls DM-Qualifikation) Fünfte. „Deutschlandweit sucht dieser Endlauf in der Altersklasse U18 seinesgleichen. Sieben Läuferinnen sind unter acht Sekunden geblieben“, sagte Breitbach.

Seine Sprinterin war nach dem Lauf geschafft. „Ich hatte Puddingbeine während des Finales“. Für sie war es auch schon der dritte Lauf, die besser platzierten Konkurrentinnen hatten zuvor nicht die 200 m bestritten. Zum Abschluss der Titelkämpfe stand für Laura Olbrich in der Startgemeinschaft die 4x200-m-Staffel auf dem Programm. Zusammen mit Isil Kochan, Lisanne Faber und Svenja Engler lief sie 1:50,06 Minuten - Rang acht. „Alle Wechsel waren miserabel, ansonsten hätten wir sicherlich Rang vier geschafft“, erläuterte der Trainer. Dort landete mit 1:49,40 die LG Olympia Dortmund.

Die DM-Qualifikationsnorm (1:48,00) hält Breitbach nach wie vor für realistisch, und am 1. Februar soll bei den westdeutschen U18-Meisterschaften ein weiterer Versuch unternommen werden, doch noch das Ticket für die Titelkämpfe am 14. und 15. Februar in Neubrandenburg zu lösen.

Arge Wechselprobleme offenbarte auch die zweite Staffel, die in der Besetzung Joanna Spieckermann, Jasmin Engelberg, Hanna Heucks und Mona Hein den elften Platz in 1:55,69 Minuten belegte. „Bei den jüngeren Läuferinnen spürte man die Nervosität. Solche Konkurrenzen kennen sie einfach noch nicht“, meinte der Deilinghofener Sprinttrainer. Als dritte Staffel der Startgemeinschaft gingen die Frauen über 4x200 m an den Start. Helen-Christin Marquardt, Felina Hein, Alina Engelberg und Jessica Koziol wurden in 2:03,17 Minuten Zehnte.

Als weiterer Einzelstarter war in Dortmund Dustin Benzler vom LAZ im Einsatz. Er lief die 1500 m der U18 und sicherte sich in 4:35,18 Minuten den achten Platz.