Wasserballer haben ehrgeizige Ziele

Die Wasserballer der SGW Iserlohn befinden sich auf dem Weg nach oben.
Die Wasserballer der SGW Iserlohn befinden sich auf dem Weg nach oben.
Foto: IKZ

Iserlohn..  So erfolgreich wie lange nicht mehr haben die Iserlohner Wasserballer ihre Saison beendete. Platz drei im Endklassement der Oberliga wird von Trainer Timo Goronzi nicht nur als Erfolg bewertet, sondern soll auch Ansporn sein, möglichst bald höhere Ziele anzupeilen.

Und da steht das Erreichen der 2. Wasserball-Liga auf der Agenda - eine Klasse, in der der ISSV vor etlichen Jahren ein nur einjähriges Gastspiel gab. Damals war die Struktur dieser Sportart in der Waldstadt noch eine andere. Heute, zwei Jahre nach Gründung der Startgemeinschaft von Schleddenhof und SV Iserlohn 95, steht der eigene Nachwuchs im Fokus. Mit einer jungen Mannschaft, weitgehend ohne Unterstützung auswärtiger Spieler will man in die zweithöchste deutsche Spielklasse.

„Diese Saison war ein Übergangsjahr für uns. Wir haben einen Findungsprozess erlebt. Inzwischen kennt aber jeder seine Rolle“, machte Trainer Goronzi deutlich. Der 32-jährige, ehemalige Torhüter, könnte selbst noch aktiv sein, hat aber mittlerweile so viel Spaß an seiner Tätigkeit am Beckenrand gefunden, dass er sich ganz darauf konzentriert. Die Entwicklung der Mannschaft stellt ihn sehr zufrieden. Musste früher vor allem bei Auswärtsspielen häufig von Personalknappheit gesprochen werden, ist das heute anders.

30 Spieler stehen für die erste und zweite Mannschaft, die Ende August um den Aufstieg in die Verbandsliga spielt, zur Verfügung. „Da beide Teams zusammen trainieren, sind somit immer fünfzehn Spieler bei den Einheiten anwesend“, berichtet Goronzi, der früher so manche Einheit mangels Masse ausfallen lassen musste.

Das kommt heutzutage nicht mehr vor. „Die Spieler sind sehr ehrgeizig, wollen etwas erreichen“, so der Coach, der für die kommende Saison den Aufstieg anstrebt. In dieser Serie waren es noch acht Zähler, die Meister und Aufsteiger Hamm/Brambauer und der punktgleiche Verfolger Duisburg 98 II besser waren, doch das lag vor allem am schwachen Start.

Zuletzt präsentierten sich die Iserlohner auf Augenhöhe, spielten gegen beide Topteams remis. „Wir können noch mehr. In der Vorbereitung werden wir vor allem das Umschaltspiel in die Verteidigung sowie die Aggressivität im aufgebauten Angriff verbessern“, kündigt der Trainer an. Auf auswärtige Zugänge kann Goronzi dabei bislang nicht bauen, wohl aber auf drei weitere Nachwuchskräfte aus dem eigenen Stall, die das Team um die Brüderpaare Hillebrand, Meier und Ottensmeyer bereichern.

„Gerade für die jungen Leute ist es ganz gut, dass wir noch in der Oberliga spielen, da ist die Integration deutlich leichter“, sieht Timo Goronzi auch Vorteile in einem Verbleib in der höchsten Liga des Landesverbandes.

Insgesamt erhofft sich der Coach mehr Aufmerksamkeit für die äußerst trainingsintensive Sportart Wasserball. Die könnte sich einstellen, wenn man die erste Runde im DSV-Pokal übersteht, für den sich die Iserlohner erstmals seit vielen Jahren wieder qualifiziert haben. Dann winkt das Los gegen einen Bundesligisten, der in die Waldstadt reisen müsste.

Kurzfristig versucht man dagegen mit ungewöhnlichen Aktionen die Popularität zu steigern. Am 7. August trainieren die SGW-Wasserballer gemeinsam mit Handball-Oberliga-Neuling HTV Sundwig/Westig im Schleddenhof. Vielleicht lassen sich auch so neue Zuschauer für diese attraktive Wassersportart ansprechen, die im Spätherbst in die neue Serie startet.