Vordere Platzierungen in kleinen Feldern

Die Sprintstaffeln der Startgemeinschaft boten bei den Westfalenmeisterschaften gute Leistungen.
Die Sprintstaffeln der Startgemeinschaft boten bei den Westfalenmeisterschaften gute Leistungen.
Foto: IKZ

Dortmund/Iserlohn..  Die Felder werden kleiner, die Leistungen nicht besser: Die westfälischen Leichtathletikmeisterschaften der Jugendklassen U18 und U20 waren am Wochenende im Dortmunder Stadion „Rote Erde“ ein Spiegelbild der Probleme der Sportart.

Mangels Masse ist es in manchen Disziplinen nicht mehr schwierig, in die Urkundenränge vorzustoßen. Das erlebten auch die heimischen Teilnehmer, nicht zuletzt die Mädchen über 4x100 m der U18. Die Startgemeinschaft von LAZ Iserlohn und TV Deilinghofen schickte gleich zwei Vertretungen ins Rennen, und die stießen nur auf vier Konkurrenten. Rang fünf sicherte sich die zweite Staffel, die in der Besetzung Lena Treude, Lorena Martinek, Svea Bochynek und Helen-Christin Marquardt mit 54,57 Sekunden die Erwartungen erfüllte. Bronze gewann die erste Staffel mit Joanna Spieckermann, Svenja Engler, Lisanne Faber und Jasmin Engelberg, die gute 51,52 lief. Zum zweiten Platz fehlte über eine Sekunde, und das wäre auch in Bestbesetzung viel gewesen.

Die konnte in Dortmund nicht aufgeboten werden, weil Topsprinterin Laura Olbrich erneut passen musste. Beim Aufwärmen für den 100-m-Lauf traten ihre muskulären Probleme wieder auf. Beim Sprintcup in Deilinghofen im Mai hatte sie sich die Verletzung zugezogen und schon einige Versuche gestartet, auf die Bahn zurückzukehren. „Eigentlich hatte der Arzt grünes Licht gegeben, aber wahrscheinlich hat sie doch zu früh begonnen“, sagte Trainer Christian Breitbach, der nun vom Saisonende der Deilinghofenerin ausgeht. „Irgendwann ist das Kopfsache, auch wenn der Muskel wieder in Ordnung ist“. Laura Olbrich schien bis zu ihrer Verletzung stärker denn je zu sein und durfte insgeheim von Qualifikationsrennen über 200 m für die U18-WM träumen.

Ihre Trainingspartnerin Lisanne Faber vom LAZ blieb im Stadion Rote Erde unter ihren Möglichkeiten. Über 100 m waren die 13,00 Sek. im Vorlauf noch vielversprechend, doch im Finale langte es nur zu 13,21 - Platz 15 in der Gesamtwertung. Auch über 200 m kam sie mit 27,11 nicht in den Bereich ihrer Bestmarke und belegte Rang 13.

Eine gute Leistung bot Tobias Ernst (TVD) über 400 m Hürden der U20, obwohl ihm der Abiball noch in den Knochen steckte. Mit 59,64 Sekunden sicherte er sich Platz vier im Feld der sechs Läufer. Ebenfalls nur sechs Teilnehmer gab es über 3000 m der U18, und hier belegten die Iserlohner Daniel Six (10:01,13 Minuten/Bestzeit nach starkem Schlussspurt) und Dustin Benzler (10:10,86) die Plätze vier und fünf. Eigentlich wollten sie die 10-Minuten-M;arke knacken. Über 400 m ging in dieser Altersstufe Hanna Heucks vom LAZ an den Start, und sie landete mit 63,01 Sekunden (nur knapp über der Bestzeit) auf dem achten Platz.