Vorbereitungsprogramm hat es in sich
10.08.2010 | 17:02 Uhr 2010-08-10T17:02:00+0200
Iserlohn.(wasi) Ein knüppelhartes Programm absolvieren derzeit die Regionalliga-Basketballer von NOMA Iserlohn. Täglich bittet Trainer Matthias Grothe seine Akteure in den Sommerferien zu den Übungseinheiten, dreimal pro Woche ist den zweistündigen Blöcken in der Halle noch eine Laufeinheit im benachbarten Hemberg-Leichtathletikstadion vorgeschaltet.
Und da geht es mächtig zur Sache. Das bekamen besonders die beiden Amerikaner Terry Horton und Tyler Kathan zu spüren, die diese Art von Training aus ihrer Heimat nicht kennen. Während sich Horton durchquälte, musste Kathan wegen einer Knieschwellung vorübergehend sogar passen. Das umfangreiche Athletik-Programm hat Matthias Grothe von einem speziellen Coach aus Hagen ausarbeiten lassen, der die Kangaroos intensiv unterstützt.
Angesichts eines Durchschnittsalters von nur 20,2 Jahren soll die mangelnde Erfahrung der Akteure durch erstklassige Fitness ausgeglichen werden. „Das hat Pro-B-Niveau“, weiß Coach Grothe, der beim Training als echte Autorität herüberkommt und ein strenges Regiment führt. So wurde der neue Kapitän auch nicht von der Mannschaft gewählt, sondern vom Trainer bestimmt. Den Zuschlag erhielt übrigens Karol Jozefiak, mit 27 Jahren einer der wenigen Routiniers.
Das erste Testspiel steht für NOMA Iserlohn am kommenden Montag auf dem Programm. Dann gastiert der ambitionierte Pro-A-Klub Osnabrück am Hemberg. Ist dieser Gegner sicher noch eine Nummer zu groß für die Waldstädter, dürfte zwei Tage später (wieder in eigener Halle) gegen den Zweit-Regionalligisten Baskets Lüdenscheid schon eine Standortbestimmung erfolgen. Getauscht wurde übrigens das Heimrecht für zwei weitere Tests. Am 21. August (Herten) und am 28. August (Rhöndorf) wird jeweils auswärts gespielt. Neu auf dem Vorbereitungsplan ist zudem eine Partie gegen Pro-B-Klub Leverkusen am 25. August.
Endgültig komplett ist der Kader der Kangaroos ab kommenden Montag, denn dann stößt auch Jugend-Nationalspieler Fabian Bleck zur Mannschaft, dem angesichts seiner hohen Belastung wegen der EM-Teilnahme im Sommer noch eine Erholungsphase gewährt wurde.
Als „westfälischer Friede von Hagen“ wird indes jene Vereinbarung zur gekippten Ausländerregelung bewertet, die die Vertreter fast aller Erstregionalligisten (inklusive Beschwerdeführer TV Werne) am vergangenen Sonntag bei einem Treffen in Hagen vereinbart wurde. Unter der Leitung von Lothar Drewniok, Spielwart des Westdeutschen Basketballverbandes, wurde intern beschlossen, dass mindestens drei deutsche Spieler auf dem Feld stehen müssen, womit es dann letztlich egal wäre, wie viele Ausländer zum Kader gehören. Allerdings gibt es somit in der Spielzeit 2010/11 keine offizielle Regelung, die eine rechtliche Bindung darstellen würde.
Dennoch sollen auf freiwilliger Basis von den Vereinen vor den Spielen Personalausweise in Kopien dem Spielbericht beigefügt werden, damit etwaige Verstöße gegen die Vereinbarung während des Spiels gleich angesprochen werden können.
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