Vor der heißen Phase der Olympia-Qualifikation

Der Iserlohner Beachvolleyballer Stefan Windscheif
Der Iserlohner Beachvolleyballer Stefan Windscheif
Foto: IKZ

Iserlohn..  Sie haben eine gute erste Beachvolleyball-Saison mit starken Resultaten bei Grand-Slam-Turnieren gespielt und EM-Platz fünf erreicht: Stefan Windscheif und sein neuer Partner Alexander Walkenhorst. Aber wer große Ziele hat, darf sich damit nicht begnügen. „Ich denke, dass wir noch zwanzig bis dreißig Prozent drauf legen können“, sagt der Iserlohner. Der Traum von Rio 2016 soll schließlich wahr werden.

An der Grundlage für die im Mai beginnende Saison arbeiten die beiden derzeit höchst intensiv. In Düsseldorf oder Essen stehen Lauf- und Krafttraining sowie Beachsequenzen auf dem Programm, das Wind­scheif mit elf Einheiten pro Woche beziffert. Seit Dezember läuft die erste Vorbereitungsphase, die keinerlei Spielraum mehr lässt, um nebenbei auch noch in der Halle Volleyball zu spielen. In gut zwei Wochen beginnt mit dem Trainingslager auf Fuerteventura der nächste Abschnitt, und hier arbeiten Windscheif/Walkenhorst gemeinsam mit ihren Nationalmannschaftskollegen Jonathan Erdmann und Kay Matysik sowie den polnischen Nationalteams.

„Wir werden den Spielaufbau aber auch den Aufschlag im Fokus haben“, sagt der 27-Jährige. Wettkampf-Highlight in diesem Jahr ist die Weltmeisterschaft vom 26. Juni bis 5. Juli in den Niederlanden, und dort wollen die beiden ein Ausrufezeichen setzen. „Bei der EM möchte man ins Halbfinale, bei der WM heißt es einfach, so weit wie möglich nach vorne zu kommen“, umreißt Windscheif die Zielsetzung.

Im letzten Jahr konnten die beiden schon eine gute Basis für ihr Projekt „Olympia in Rio“ schaffen. „Aber jetzt wird es richtig ernst“, sagt der Iserlohner und verweist auf die Turniere der nächsten eineinhalb Jahre, von denen die zwölf besten Resultate in die Wertung kommen. Bis kurz vor Olympia laufen Qualifikationen. In Rio dabei sein werden die Weltmeister dieses Jahres, die 15 Besten der Olympia-Rangliste, ein Team des Gastgebers, die fünf Besten des Continental-Cups (Finale erst Ende Juni 2016) und die beiden Besten des Word-Cups im Juli 2016.

Windscheif/Walkenhorst konzentrieren sich auf die Qualifikation über die Rangliste, und weil pro Land nur zwei Teams nominiert werden, müssen sie ihre aktuelle Position hinter Erdmann/Matysik behaupten. „Dass sich die Teams hinter uns getrennt haben, ist sicher kein Nachteil“, meint Stefan Wind-scheif, der nach dem bisherigen Verlauf der Vorbereitung guter Dinge ist, dass es ab Mai noch besser laufen kann als vor einem Jahr. Olympia 2016 ist also keine Träumerei, sondern ein realistisches Ziel.