Vor 20 Jahren wurde Schledde-Kunstrasen eingeweiht
11.08.2009 | 17:36 Uhr 2009-08-11T17:36:00+0200
Oestrich. Es war am 12. August 1989, also vor genau 20 Jahren, als Iserlohns damaliger Bürgermeister Fritz Fischer von „einer Bereicherung der Sportstätten-Landschaft” sprach.
Und Iserlohns Stadtdirektor Heiko Wetekam ergänzte an jenem Samstagnachmittag: „Künftig sollen die Gäste nicht mehr den Staub, sondern nur noch Niederlagen mitnehmen.”
Worte, die sich allesamt auf den Umbau des Schledde-Stadions bezogen, das von seinem Aschenplatz befreit worden war und für rund 1,4 Mio. Mark einen Kunstrasen erhalten hatte. Damit war die Renovierung allerdings noch längst nicht abgeschlossen, denn es folgten ab Oktober der Bau einer überdachten Tribüne und eines weiteren Umkleidegebäudes.
Aber bis zu deren Fertigstellung sollte mit der offiziellen Neueröffnung des Kunstrasenplatzes nicht mehr gewartet werden. Zumal schon an jenem zweiten Meisterschaftswochenende der Verbandsliga das stets brisante Derby zwischen den SF Oestrich - noch ohne den Zusatz „Iserlohn” im Vereinsnamen - und dem TuS Iserlohn 46 auf dem Programm stand.
Beide Ortsrivalen spielten seit 1978 in der Verbandsliga, der damals nach der Oberliga zweithöchsten Spielklasse im Amateurbereich. Aus den bis dahin 22 Duellen war der TuS zehnmal, Oestrich sechsmal als Sieger hervorgegangen.
Öl ins Derbyfeuer gossen damals die beiden stets wortgewaltigen Trainer: Manfred Stimmer, ein alter TuS-Fahrensmann, trainierte die Sportfreunde, Horst Quade, der Oestrich bestens vertraute Coach und dort später sehr erfolgreich, die 46er. Das Verhältnis der exzentrischen Fußballlehrer, die sich zahllose Verbalgefechte lieferten, fasste Quade im Vorfeld des Matches treffend zusammen: „Wir sind so weit auseinander wie Nord- und Südpol.”
So war es dann an jenem Tag auch sportlich. Denn vor 1 877 Zuschauern, die allerdings für wenig Stimmung in der Schledde sorgten, setzten sich die Hausherren deutlich mit 4:1 (2:0) gegen den TuS durch nach Treffern von Weste, Stolle und zweimal Wittke und dem zwischenzeitlichen 3:1 durch Kungel.
0mitdiskutieren