Vier Strafstöße vergeben

Tor für Iserlohn: Dreimal traf die ERGI gegen Walsum, sieben Treffer wären möglich gewesen.
Tor für Iserlohn: Dreimal traf die ERGI gegen Walsum, sieben Treffer wären möglich gewesen.
Foto: IKZ

Iserlohn..  Die ERG Iserlohn steht im Play-off-Halbfinale! Nach dem deutlichen Erfolg im Hinspiel hatten die Iserlohner aber weitaus mehr Mühe als erwartet, um den Traum vom Titelgewinn aufrecht zu erhalten.


Rollhockey-Bundesliga, Play-off-Viertelfinale, Spiel 2: ERG Iserlohn - RESG Walsum 3:1 (1:0). Für Trainer Dirk Iwanowski war es eine schwere Geburt, deren mentale Strapazen ihm durchaus anzusehen waren. „Vielleicht waren wir uns zu sicher und hatten Angst vor uns selbst“, rätselte der Coach nach dem Schlusspfiff. Für die mangelhafte Chancenverwertung hatte er keine Erklärung. „Dass wir viermal vom Punkt scheitern, ist unbegreiflich.“

Doch es waren nicht nur die vergebenen Strafstöße, die die Partie spannend hielten. Fünf blaue Karten mit Zeitstrafen, darunter eine doppelte Überzahl und ein Powerplay von sechs Minuten konnte die ERGI nicht in Tore ummünzen. Entweder wurde das leere Tor verfehlt, die Kugel nicht getroffen oder der bärenstarke RESG-Keeper Wahlen stand im Weg. Ein Lob, was sich auch ERGI-Schlussmann Patrick Glowka verdiente, der mit vielen Paraden die knappe Führung festhielt.

Die Teams starteten verhalten in die Partie. Offensiv agierte Iserlohn, das ohne Sebastian Glowka antreten musste, ohne Esprit. Walsum hatte keine Mühe, die freien Räume vor dem Tor zu schließen. Zwei Pfostenschüsse von Pereira und Costa brachten erstmals Unruhe, die Milewski zum 1:0 nutzte. Das 2:0 lag in der Luft, als Barreto die erste blaue Karte kassierte, doch Costa setzte den Direkten an den Pfosten. Queiros, Sturla und Boogers hielten Glowka fortan in Atem, während Costa, Milewski, Nuñez und Fonseca stets an Wahlen scheiterten.

Eminent wichtig war Pereiras 2:0 in der zweiten Halbzeit. Per Flachschuss sorgte er für spürbare Erleichterung, doch Walsum war längst noch nicht geschlagen. Sturla nutzte seine Chance zum 2:1 und die Partie drohte zu kippen, als Sturla zum Direkten antrat. Doch Glowka blieb cool (36.) und die Unterzahl - Costa hatte „Blau“ gesehen - überstand die ERGI schadlos. Entscheidend war dann das 3:1 durch Nuñez, bei dem sich die Trainer Iwanowski und Hoffmann in den Armen lagen, denn die Partie war damit vorentschieden.

Vier blaue Karten gegen Sturla (2), Queiros und Kluge machten es Walsum unmöglich, den Rückstand aufzuholen. Somit waren auch die vergebenen Strafstöße von Henke, Pereira und Fonseca zu verschmerzen.
ERG Iserlohn:
P. Glowka; Nuñez, Costa, Milewski, Kost, Hegener, Fonseca, Pereira, Henke.
RESG Walsum:
Wahlen; Kluge, Berg, Barreto, Nusch, Jostmeier, Queiros, Sturla, Boogers.
Tore:
1:0 (8.) Milewski, 2:0 (26.) Pereira, 2:1 (33.) Sturla, 3:1 (38.) Nuñez.- Zeitstrafen: 2 Min. - 10 Min. - Teamfouls: 7 - 8.
Viertelfinale, Spiel 2:
TuS Düsseldorf - RSC Cronenberg 5:4; Bison Calenberg - RSC Darmstadt 4:5; SKG Gerringen - IGR Remscheid 10:2 (Herringen weiter)
Spiel 3:
Düsseldorf - Cronenberg 6:5; Calenberg - Darmstadt 5:4.
Halbfinale am 2. Mai:
TuS Düsseldorf - Germ. Herringen
Bison Calenberg - ERG Iserlohn

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