Viele Kontakte geknüpft und gute Organisation

Ein Erfolg war der 2. Wintercup des FC Iserlohn.
Ein Erfolg war der 2. Wintercup des FC Iserlohn.
Foto: IKZ

Iserlohn..  Die zweite Auflage des Wintercups der Mädchenabteilung des FC Iserlohn ist absolviert (wir berichteten), und Organisator Andreas Lieder blickt auf ein gelungenes Wochenende zurück. Als einzigen Negativpunkt nennt er die kurzfristige Absage des Hamburger SV in der U15-Konkurrenz: „Einen Tag vor Heiligabend haben die Hamburgerinnen abgesagt, das war schade.“

Doch mit Silschede sprang sofort ein Klub in die Bresche, trotz des Wintereinbruchs war das Starterfeld komplett. Silschede galt Lieders Dank ebenso wie den vielen Eltern, die ehrenamtlich mitgeholfen haben, ohne die das Turnier nie hätte durchgeführt werden können. Lieder freute sich auch über den sportlich fairen Ablauf in der alten Hemberghalle: „An zwei Turniertagen wurden lediglich zwei Zeitstrafen ausgesprochen. Und die neuen Hallenregeln sehr gut angekommen.“

Das Turnier habe auch einen positiven Nebeneffekt. So würden Kontakte geknüpft, auch zu den größeren Klubs, die gern zu Freundschaftsspielen bereit stehen. Aus den daraus resultierenden Erfahrungen könne der FCI nur profitieren. Denn während man mit der Damenmannschaft und dem U17-Team halbwegs gut mithalten kann, ist der Leistungsabfall in den jüngeren Nachwuchsklassen deutlich zu spüren. „Wir müssen mit den Mädels den Spagat zwischen Spaß am Fußball und Leistungsfußball schaffen. Das ist ein sehr schmaler Grat, doch wir versuchen uns stetig weiterzuentwickeln“, so Lieder.

Zum Abschluss des ersten Turniertages wurde die Damen-Konkurrenz mit acht Teams ausgespielt. Bereits in der Gruppenphase zeigte sich die Dominanz des Bezirksligisten SSV Buer. Mit 19:0 Toren zog der SSV verlustpunktfrei ins Halbfinale ein. BW Voerde sicherte sich den zweiten Rang in der Gruppe B, Platte Heide und Gütersloh schieden aus. In der Gruppe A wurde der Halbfinalgegner der Gelsenkirchener Überfliegerinnen ermittelt. Durch eine knappe 1:2-Niederlage gegen die SF Nette traf es das Team des FCI, das mit sechs Punkten ins Halbfinale einzog.

Die Hoffnung auf den Sieg mussten die Frauen des FCI im Halbfinale begraben. Zwar sorgten sie für die beiden ersten Gegentore des SSV Buer, FCI-Torfrau West musste aber sechs Mal hinter sich greifen. Im zweiten Halbfinale setzte sich Voerde knapp gegen Nette durch. Im Spiel um Platz drei scheiterte Iserlohn dann gegen Nette. Beim Turniersieger Buer überragte Jessica Zapka, die mit insgesamt zehn Toren beste Schützin war und zudem als beste Spielerin ausgezeichnet wurde. Den Preis für die beste Torfrau erhielt mit Laura West eine Lokalmatadorin.

FCI: West, Bajog, Wilken (3), Jentsch (4), Sedlag, König, Köhler (1), Cords, Bialas (1), Tiedge, Göbel, L. Lüders.

Das lange Fußballwochenende am Hemberg beendeten am Sonntag sechs U13-Teams. Nach fünf überzeugenden Partien („Jeder gegen Jeden“) stand der Nachwuchs des FSV Gütersloh ganz oben. Obwohl das Team lange im Stau gestanden hatte und erst kurz vor Turnierbeginn eintraf, gab es keinen Punkt ab und kassierte nur vier Gegentreffer. „Gütersloh hat in allen Nachwuchsklassen die körperlich robustesten Spielerinnen gestellt. Die U13-Konkurrenz haben sie völlig verdient gewonnen“, kommentierte Andreas Lieder.

Der Nachwuchs des FC Iserlohn schloss das Turnier nach einem Remis und vier teils deutlichen Niederlagen auf dem letzten Rang ab. „Wir haben viele Mädchen spielen lassen, die sogar noch unter elf Jahre alt sind. Sie sollten Erfahrung sammeln und versuchen, mit den älteren mitzuhalten“, lieferte Lieder eine Begründung. Zur besten Spielerin wurde die Duisburgerin Tamina Gähler gewählt, die bereits im Auftaktspiel gegen Greven alle drei Treffer erzielt hatte. Beste Torhüterin wurde Lucie Schmidt aus Weitmar.

FCI: Rutna, Müller, Weber, Ruckhaber, Tiemann, Bürger, Neuhaus, Meinke, Bergmann, Bangerer.