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Viel Applaus für die spielfreudige Fortuna

22.07.2012 | 21:46 Uhr
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Viel Applaus für die spielfreudige Fortuna
Die FIN-Auswahl verlor 0:7 gegen Fortuna Düsseldorf.

Iserlohn. Strahlender Sonnenschein am Hemberg und auch einige strahlende Gesichter bei den Organisatoren der Fußball-Initiative Nordkreis: Rund 2000 Zuschauer waren gekommen, um Fortuna Düsseldorf zu sehen, und mit dieser Resonanz war man nach einem ernüchternd schwach verlaufenen Vorverkauf durchaus zufrieden.

FIN-Auswahl - Fortuna Düsseldorf 0:7 (0:4). Vor zwei Jahren ließ es der 1. FC Köln mit fünf Treffern gegen die Amateure bewenden. Dass die Fortuna besser traf als der rheinische Rivale, dürfte für deren Fans nicht ganz unwichtig gewesen sein. „Schön, dass es hier im Sauerland so viele Düsseldorf-Anhänger und nicht nur BVB- und Schalke-Fans gibt“, meinte Trainer Norbert Meier nach dem Spiel.

Das hatte seine Mannschaft pflichtgemäß mit 90-minütiger Dominanz gestaltet. Dem neu formierten Kader des Aufsteigers merkte man im ersten Spiel nach dem Trainingslager durchaus an, dass der Kampf um die Stammplätze knapp fünf Wochen vor dem Bundesligastart voll entbrannt ist. Ohne langes Vorgeplänkel machten sich die Fortunen an die Arbeit und nahmen Alexander Dills Gehäuse gehörig unter Beschuss. Was mit Vehemenz aus der Distanz nicht klappen wollte, gelang dann nach schönem Kurzpassspiel im gegnerischen Strafraum. 20 Minuten waren gespielt, als Düsseldorf erstmals traf. Bis zur Pause wirbelte der Bundesligist weiter die Auswahl durcheinander und traf nach einigen sehenswerten Kombinationen noch dreimal ins Schwarze.

Schön herausgespielte Tore und ein Herz für die Fans

Und die tapfere FIN-Mannschaft? Die mühte sich nach Kräften. Gegen die Profis darf man es schon als persönlichen Erfolg feiern, Torchancen des Gegners zu vereiteln, einmal einen Zweikampf zu gewinnen oder einen echten Torschuss abgeben zu können. Der beste ging auf Vincenzo Burgios Konto. „Da war ich einfach zu überrascht,“ kommentierte der Stürmer des FC Iserlohn seinen frei stehend vor Keeper Papadopoulos über die Latte gesetzten Schuss. Das hätte nach gut einer halben Stunde das 1:3 sein können. „Schade, Vinne“, kommentierte Stadionsprecher Guido Knitter, und das Publikum konnte ihm nur beipflichten. Zumal sich eine solche Möglichkeit im weiteren Spielverlauf nicht einmal ansatzweise wieder ergab.

Nach der Pause gab es das übliche große Wechselspiel auf dem Feld. Norbert Meier wollte am Hemberg nach dem Intensivprogramm in Österreich möglichst viele Akteure vorspielen lassen, und die Kollegen Mario Droste (TuS Langenholthausen) und Mark Elbracht (BSV Menden) selbstverständlich allen auf dem Spielberichtsbogen eingetragenen Akteuren die Bewährungschance gegen die Profis geben.

Düsseldorf tat sich nach Wiederbeginn zunächst erstaunlich schwer, den Spielrhythmus wiederzufinden. Die Abwehr der Auswahl inklusive Keeper Alexander Kusnik, der zweimal glänzend parierte, kam somit zu ungeahnten Verschnaufpausen. Erst nach einer Stunde gab es wieder eine klare Torchance für den Bundesligisten, der dann aber zielstrebig nachlegte. Und mit etwas mehr Präzision und Konsequenz im Abschluss wäre die Niederlage für die Amateure noch deutlicher ausgefallen. Diese kämpfen aber jederzeit leidenschaftlich und verdienten sich den Schlussapplaus des Publikums ebenso wie die Fortunen.

Diese hatten es erfreulicherweise gar nicht eilig, nach getaner Arbeit unter die Dusche zu kommen. Im dichten Gedränge vor dem Hemberg-Klubheim schrieben sie Autogramme, erfüllten zahlreiche Fotowünsche und fanden Zeit für einen kleinen Plausch. Die Mannschaft präsentierte sich in Iserlohn ausgesprochen sympathisch und volksnah, und sie dürfte durch diesen Auftritt einige neue Freunde gewonnen haben, die ihr nun für die Bundesligasaison kräftig die Daumen drücken.

Willy Schweer

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