Vertragsverlängerung möglich
03.08.2010 | 16:26 Uhr 2010-08-03T16:26:00+0200
Iserlohn.(MT) Leichter Nebel lag am Dienstagmorgen über der Eisfläche, als die Roosters ihr Vorbereitungsprogramm im Rahmen des Trainingslagers mit dem zweiten Tag fortsetzten.
„Es läuft gut“, zog Trainer Ulrich Liebsch ein erstes positives Zwischenfazit, wohl wissend, dass mit jeder weiteren Einheit bis zum Wochenende die Kräfte bei den Spielern schwinden werden. „Aber sie sind in einem guten Zustand angereist“, attestierte er seinen Profis eine ordentliche Form, mit der sie aus der Sommerpause gekommen sind.
Bereits vor dem Camp hatte sich Liebsch auf Blöcke festgelegt, die er nun testet: In der Abwehr spielen Mark Ardelan/Adrian Veideman, Jon Insana/Collin Danielsmeier, Lasse Kopitz/David Walker und Stefan Langwieder/Dieter Orendorz. Walker, der nur einen Vertrag bis August besitzt, hat bislang einen guten Eindruck hinterlassen, so dass Manager Karsten Mende derzeit davon ausgeht, dass man ihn halten wird. „Greg Poss hat sich auch schon erkundigt“, berichtet Mende vom Interesse des Ex-Roosters-Coaches, der Walker dem IEC empfohlen hatte.
Im Sturm nimmt derzeit Neuzugang Tobias Wörle den Platz an der Seite des gesetzten Duos Michael Wolf/Robert Hock ein. „Tobias hat einen sehr starken Eindruck hinterlassen“, lobte Liebsch den Ex-Frankfurter schon nach den Einheiten in Unna. Als zweiter Block trainiert momentan das Trio Jimmy Roy/Pat Kavanagh/Shane Joseph, Jeff Giuliano spielt an der Seite von Kris Sparre und Steven Rupprich. Ob es so bleibt, werden die nächsten Tage entscheiden und hängt auch vom Genesungsfortschritt von Daniel Oppolzer ab, der nach seiner schweren Mundverletzung vor allem Laufeinheiten absolviert. „Er soll das Gefühl für das Eis behalten“, nennt Liebsch ein primäres Ziel.
Gestern war Stürmer Henry Martens noch Trainingsgast. Der Ex-Roosters, der zuletzt für Nürnberg spielte, wechselt nun in die 2. Bundesliga zu den Dresdner Eislöwen.
Einer, der noch in der letzten Saison zum Kader gehörte und ein DEL- bzw. Roosters-Dauerbrenner ist, kann derzeit nur zuschauen, ist aber weiterhin eng beim Team: Sebastian Jones, Verteidiger, aber auch Stürmer, befindet sich nach seiner Knorpelverletzung im Knie in einer langwierigen Reha. Wie es weitergeht? Ob es überhaupt weitergeht? „Ich kann dazu nichts sagen. Derzeit konzentriere ich mich ganz auf die Rehamaßnahmen.“ Radfahren kann Jones, auf dem Eis hat er auch schon gestanden. Viel mehr allerdings nicht.
Eine erste Reaktion hat Karsten Mende inzwischen auf seinen Vorstoß bekommen, eine Gehaltsobergrenze für Spieler einzuführen. „Lance Nethery ist meiner Meinung“, berichtet er von Unterstützung durch den Manager der Düsseldorfer EG. Und Mende will weiter Druck machen. „Viele Vereine haben doch vor allem wegen der hohen Gehälter finanzielle Probleme“, hofft er auf Vernunft und Einsicht.
Stichwort Vernunft: Die ist den Terminplanern wohl beim Spielplan abhanden gekommen. Dass die Roosters möglicherweise nicht am 3. September mit dem Heimspiel gegen Berlin in die Saison starten, ist kaum zu vermitteln. Warum die Berliner, die bei der European-Trophy aktiv sind und beim Erreichen der Finalrunde dort und nicht beim Ligastart im Einsatz wären, nicht den spielfreien Platz des 15. Klubs einnimmt, vermochte von den Roosters-Verantwortlichen niemand zu erklären. So kann dem IEC eine lukrative Einnahme verloren gehen, Saisonauftaktspiele sind nun einmal besser besucht als Nachholspiele am Dienstag. Und möglicherweise sind zum Saisonstart dann gleich drei Teams nicht dabei. Denn regulär muss die DEG pausieren, die am ersten Wochenende sogar überhaupt nicht zum Zuge kommen könnte: Gastgeber für das erste Saisonspiel der Metro Stars am 5. September sind die Eisbären Berlin!
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