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Basketball-Regionalliga

Überragender Janzen war der Kopf der Rasselbande

07.02.2010 | 18:12 Uhr
Überragender Janzen war der Kopf der Rasselbande

Iserlohn. Die Formkurve bei NOMA Iserlohn zeigt weiter nach oben. Die heimischen Korbjäger boten vor allem in der zweiten Spielhälfte ein kurzweiliges Derby gegen die BG Hagen, das sie am Ende verdient gewannen.

Basketball-Regionalliga: NOMA Iserlohn - BG Hagen 104:88 (22:17/49:46/80:65). Lange und glückliche Gesichter gab es nach der Schlusssirene bei den Kangaroos gleichermaßen. Interimscoach Michael Dahmen hatte aufgrund einiger Disziplinlosigkeiten durchgegriffen, und so fanden sich einige Stars deutlich länger auf der Bank wieder, als ihnen lieb sein konnte. Dem Spiel der Gastgeber tat dies keinen Abbruch. Im Gefolge eines überragenden Stephen Janzen blühten mehrere Akteure aus der zweiten Reihe auf und bereiteten der BG so unlösbare Probleme.

Ohne Jerrell Houston in der Startformation ging es ins Derby. Das lag daran, dass der Amerikaner ebenso wie Theo Ioannidis zu spät zum Treffpunkt erschienen war. Allerdings zeigte Houston, als er gebracht wurde, die richtige Reaktion, wirkte deutlich verbessert.

Dass es 22 Minuten sehr knapp blieb, lag vor allem an einer teilweise nachlässigen NOMA-Defensive. Die Geduld, die Coach Dahmen mit seinen Stammkräften bis dahin gezeigt hatte, endete nach dem 51:51 schlagartig. So wurde Frank Benson ebenso auf die Bank beordert wie einige andere Etablierte. Vor allem Janzen schwang sich jetzt wieder zum Führungsspieler auf. Die Mannschaft arbeitete für seine freien Würfe, und er dankte es mit einer herausragenden Trefferquote. Sechs seiner sieben Dreier fielen durch die Reuse. 29 Punkte erzielte er mit einer Quote von 82 Prozent. Und drei seiner sechs Dreier trugen in dieser Phase maßgeblich zum 64:57-Vorsprung bei (25.).

Das war die Basis zur Vorentscheidung, die wenige Minuten später zu notieren war. Dennis Shirvan, ein Julian Poerschke, der auch als Vollstrecker in Erscheinung trat, sowie Houston sorgten für das 78:63 (29.). Hagen reagierte nun mit unangemessener Härte, doch das Geschehen beruhigte sich schnell wieder.

Im Schlussabschnitt legte Iserlohn zunächst zum 83:65 vor, ehe die Gäste ihr Heil aus der Distanz suchten. Die Gastgeber hielten jedoch dagegen, wenngleich die von Coach Dahmen aufgebotene Formation schon eher an ein leicht verstärktes Jugendteam erinnerte. Zwei Dreier von Karol Jozefiak zum 91:73, der allerdings wenig später mit Foulhöchstzahl ausschied, sorgten für ein wenig Ruhe, Als dann auch noch Janzen auf die Bank geholt wurde, lahmte der Angriff vorübergehend völlig. Die BG schloss zum 91:81 (37.) auf.

Postwendend kehrte Janzen zurück, und seine beiden Dreier zum 97:81 beseitigten letzte Zweifel. Houston durchbrach die Hunderter-Marke, bevor Shirvan per Dreier den Schlusspunkt zum klaren Sieg setzte.

Markus Wassmuth

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