TV Lössel war am Ende abgeklärter
12.02.2012 | 20:55 Uhr 2012-02-12T20:55:00+0100
Handball-Bezirksliga: VfK Iserlohn - TV Lössel 28:30 (15:14). (wasi) Beide Trainer waren sich nach Spielschluss einig: Es war ein schwaches Derby, das die 200 Zuschauer in der Almelohalle sahen. Schwerer als die fehlende spielerische Klasse wog jedoch die Emotionslosigkeit, mit der beide Seiten die Partie bestritten.
Für Stimmung sorgte derweil der harte Kern des zahlenmäßig stark vertretenen Lösseler Anhangs - und vielleicht war gerade das der Ansporn für die Gäste, ein wenig mehr herauszukitzeln. Schon in der Anfangsphase hatte der TVL die Nase zunächst knapp vorne (4:7/13.). Als wenig später die Zeitnahme ausfiel, kamen die Hausherren besser ins Spiel. Barth als sicherer Siebenmeterschütze, Parnitzke und Schmitz führten ihr Team zum 8:8, Barth aus dem Feld war es, der beim 11:10 für die erste VfK-Führung sorgte.
Die hatte auch zur Pause noch Bestand, doch unter dem Strich überwogen viele Unzulänglichkeiten auf beiden Seiten, die nicht alleine mit etlichen Ausfällen zu erklären waren. Besser wurde es auch in der zweiten Halbzeit nicht. Beim 16:18 (36.) durch Demmer hatten die Gäste wieder Vorteile, doch die waren ebenso schnell wieder dahin, weil häufig unvorbereitet abgeschlossen wurde. Bis zum 23:23 (47.) war alles offen. Der auf der Rechtsaußenposition (als Rechtshänder) überzeugende Sprenger markierte kurz darauf wieder eine VfK-Führung. Zudem zeigte A-Jugend-Keeper Graske einige schöne Paraden, so dass eigentlich alles für die dringend benötigten Punkte bei den Hausherren angerichtet war, zumal Lössel in dieser Phase mit einigen Reservisten agierte.
Jetzt kehrte jedoch der nach einem Schlag auf die Nase lange pausierende Wulf zurück, so dass T. Fischer, auf dem praktisch die gesamte Last des Abschlusses beim TVL lag, entlastet wurde. Das machte sich bemerkbar. Gleich vier Tore gingen in der Schlussphase auf das Konto des Kreisläufers Wulf. Per Rückhand sorgte Demmer beim 25:28 (55.) für eine Vorentscheidung. Und der VfK? Der agierte nach dem erneuten Rückstand in der Schlussphase total überhastet und wirkte auch in der Abwehr nicht entschlossen genug. So war die Hoffnung, die nach Barths 26:28 aufkeimte (58.), nur von kurzer Dauer.
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